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Die Schafgeschichten


Diese Schafgeschichten sind für all jene, die den Menschen nicht sagen wollen: "Du bist dein eigener Meister, dein eigener Lehrer und dein eigener Hirte".

... und gegen jene, die sich erheben um andere zu dominieren.

Gegen Diktatoren - politisch oder religiös und gegen Populisten und gegen einzelne Personen im privaten Bereich und im öffentlichen Leben, in Schulen, Spitälern, Konzernen - immer da, wo Menschen andere Menschen unterdrücken können, ihre Entwicklung verhindern und sie ihrer Würde berauben, sie ausnützen und ihre mögliche Größe zerstören.

Auf einer kleinen Anhöhe saßen sie, der alte Schäfer und ein junger Knabe. Frisch duftete das Gras und die Sonne hatte sich eben über die Hügel erhoben. Sonntag war es, der Tag, den man Gott weiht.

Ruhig und sanft waren die Augen des Alten, als er zu seinem jungen Freund blickte.

"Der Berg heißt Berg und doch heißt er auch Gott; die Bäume heißen Bäume und die Blumen Blumen und doch heißen sie Gott. Wohin immer ich sehe, schaue ich die erleuchtete Liebe Gottes in allen Dingen, sehe seine Schönheit überall. Damit Du in Zukunft weiterhin Deinem klaren Verstand vertraust und Dich nicht verirrst in der Welt und denkst, das Kleine wäre das Große und das Niedrige sei das Hohe, das Stumpfe sei das Wache und Tränen der Weg zum Glück, und damit Dir die Wahrheit nicht ferne bleibt, möchte ich Dir die Geschichte der Hirten und der Schafe erzählen - wie es begonnen hat und wie es enden wird."

Die Schafe sorgten sich um ihre Jungen, die Hirten um ihre Macht.

Die Hirten kleideten sich in lange, prunkvolle Gewänder, und sie sahen aus wie Fürsten und Könige. Gott aber liebt die Schlichten und Einfachen. Die Schafe aber wussten dies nicht.

Wenn ein Hirte mehr wiegt als tausend Schafe, was sind die Schafe wert?

"Die Schafe sind zum Scheren", sagten die Hirten und scherten die Schafe.

Und als ein Schaf zu einer anderen Herde wechselte, wurde es sofort zum Verräterschaf erklärt.
Aber jenes Schaf, das sagte: "Ich bin mein eigener Hirte", wurde ausgegrenzt verlor alle Freunde und das Recht auf Lebensraum.

Nie wollten die Hirten nur Schafe sein, es war für sie nie denkbar.

Oft hetzten die Hirten die Herden gegeneinander auf. Die Schafe bekämpften einander und Schmerz war ohne Ende.
Den Streit der Hirten mussten immer die Schafe austragen. Die Hirten aber gaben ihnen ihren Segen und nannten dies den Willen Gottes.

Schenk mir dein Hab und Gut, und der Himmel ist dir gewiss.
...und es fragten einige Schafe: "Wann gebt ihr weiter, was wir euch gaben - damit auch euch der Himmel gewiss ist?"

Natürlich gab es in der Geschichte der Schafe viele, die die Hirten durchschauten, die revolutionierten und die Macht der Hirten brechen wollten. Sie alle überlebten es nicht.

Viele der Schafe erkannten, dass die Hirten gegen die Schafe handeln, doch sie hatten nicht den Mut aufzubegehren - und so blieb die Herrschaft der Hirten ungebrochen.

Wieso bist du Hirte und ich Schaf?
Das als Hirte verkleidete Schaf sagt: "Ich bin auserwählt, du nicht."

Wenn jeder sein eigener Hirte ist, wo ist da der Diktator?

"Ich habe euren obersten Hirten gesehen, er ist ein verkleidetes Schaf, was bedeutet dies?"
Da sagte das verkleidete Schaf: "Dieses Mysterium verstehst du nicht. Für das gläubige Schaf braucht es keine Erklärung, für das ungläubige Schaf gibt es keine Erklärung."

Wenn ihr uns gehorcht, sagten die Hirten zu den Schafen, dann kommt ihr alle in den Himmel. Und die Schafe glaubten ihnen und gehorchten. Und die Hirten zogen ihnen das Fell über die Ohren.
Da die Schafe einfältig waren und Gott liebten, dachten sie, dies sei gottgefällig und hofften auf den Himmel.

Das Schaf ging an dem Hirten vorbei, verneigte sich tief und zog den Hut. Selten war es umgekehrt.

Wenn die Hirten zusammentrafen, war die Herde immer getrennt von ihnen. Die Hirten achteten sorgsam darauf, dass sich die Schafe nicht unter sie mischen konnten.

Die Hirten lebten von den Schafen und die Schafe dachten, dies sei ihr Schicksal.
Die Hirten scherten die Schafe, aber niemals die Schafe die Hirten.

...und die Hirten wählten sich einen obersten Führer. Blinde Ehrfurcht zog ein in die Herzen der Schafe und sie senkten ihre Köpfe und so wurde es ihnen unmöglich, die Augen zu erheben, und sie konnten nicht sehen, dass sich unter dem Hirtengewand ein ängstliches Schaf verbarg.

Die Hirten taten so, als wäre ihnen der Himmel gewiss, aber im Verborgenen waren sie voll Zweifel, sie hatten selber den Himmel noch nicht berührt.

Ruhm und Ehre den Schafen, denn sie ertragen die Hirten.

Wann immer die Schafe den Mut aufbrachten, von den Hirten Rechtfertigung zu verlangen, behaupteten die Hirten sofort, sie wären dem Bösen verfallen, verbreiteten Angst und Schrecken und streuten Misstrauen und Feindschaft unter sie - äußerst dienlich war dies ihrer Macht.

Es gibt nicht den Wolf im Schafspelz - aber es gibt das Schaf im Hirtenkostüm.

Als sich einmal ein Schaf zum Hirten machte, wurde es einsam.

Da es vielerorts Schafe gab, erhoben sich auch andere zu Hirten und sie gründeten die Macht der Hirten und ihre Entscheidungen dienten der Macht. Sie behaupteten, sie seien die Retter aller Schafe, und da ihnen die Schafe dies glaubten und sich selber als klein und ohne Bedeutung vorkamen, hielt die Macht der Schafe, die sich selber zu Hirten erhoben 2000 Jahre lang.

Doch dann sagten einige Schafe: "Wir sind unsere eigenen Hirten und schützen uns selbst."

Und es wurden mehr und mehr und es begann das Zeitalter der Weisheit - Die Macht der hochmütigen Hirten zerbrach.

Da fragte der junge Schäfer: "Gab es denn keine guten Hirten?"

"Oh ja, es gab große Schafe unter ihnen; die einen wurden verführt, die anderen unterdrückt, die Stärksten aber unter ihnen starben einsam - ihnen wendet sich mein Herz zu, denn sie waren das Licht in der Dunkelheit. "

Jetzt ist die Zeit, da hören die Schafe auf, Schafe zu sein, sie beginnen zu lernen sich selber zu behüten, so wie es bestimmt war am Anfang der Zeit.
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Man kann alle Leute eine Zeitlang zum Narren halten, und man kann auch einige Leute die ganze Zeit zum Narren halten, aber man kann nicht alle Leute die ganze Zeit zum Narren halten.
Abraham Lincoln


 
Otto von Corvin 1812-1886

 
Die Statthalter Gottes mochten es noch so arg treiben, den dummen Menschen gingen die Augen nicht auf. Fürsten und Völker liessen sich von den Päpsten das Fell über die Ohren ziehen und küssten dafür den Tyrannen noch immer demütig den Pantoffel.
Otto von Corvin, "Der Pfaffenspiegel", (geb. 1812)

Papst Alexander VI. sagte: "Jede Religion ist gut, die beste aber - die dümmste." Er sprach es aus, was alle Päpste vor und nach ihm dachten. "Rom kann nur herrschen, wenn die Welt dumm ist", stand als unumstößlicher Grundsatz in ihrer Seele geschrieben, und deshalb schickten sie ihre Apostel aus, welche die Menschheit systematisch verdummen mußten …"
Auszug aus dem "Pfaffenspiegel" von Otto_von_Corvin 1812-1886


Ich schreibe mit der unverhüllt ausgesprochenen Absicht, den als Aberglauben charakterisierten religiösen Glauben zu vernichten (...) es betrifft auch die päpstliche Autorität, indem ich auf geschichtlichem Weg die Quellen der Glaubenssätze nachweise und dokumentiere, daß die Gläubigen den Aussagen von Menschen vertrauen, die ihres Vertrauens unwürdig sind.
Otto v. Corvin, Verfasser des legendären Pfaffenspiegels
(während der Jahre der politischen Unruhen 1848 Häftling auf dem Hohen Asperg.)


Otto von Corvin:
Pfaffenspiegel
Aus der Vorrede zur ersten Auflage
(1845)
Die Welt ist schon oft mit einem Narrenhause verglichen worden. Der Vergleich ist für uns nicht schmeichelhaft, aber leider ist er passend. Schauen wir um uns! Wo wir hinsehen, finden wir die charakteristischen Kennzeichen eines Tollhauses: Überall rennen wir gegen verschlossene Türen, überall erblicken wir vergitterte Fenster und drohend geschwungene Peitschen eines Aufsehers, wenn wir etwas zu unternehmen trachten, was gegen die Hausordnung verstößt. Doch das alles hat die Welt auch mit einem
Zuchthause gemein; das Treffende des Vergleichs wird uns erst klar, wenn wir ihre Bewohner, die Menschen, in ihrem Treiben beobachten.
Dort erblicken wir hochmütige Narren, die sich für die Herren der Welt halten und steif und fest glauben, Gott habe dieselbe mit allen Menschen nur zu ihrem Privatvergnügen geschaffen; vor ihnen liegen Millionen
noch größerer Narren im Staube, die ihnen glauben und demutsvoll gehorchen.......
Weiter gehts hier
 


Gibt denn niemand die Tatsache zu denken, daß von unserem großen Sechsfachgestirn - Goethe, Herder, Klopstock, Lessing, Schiller, Wieland: nie sah die Welt gleichzeitig ihresgleichen! -, daß von diesen Sechsen nicht einer katholisch war; dafür aber drei - die besseren Drei! - erklärte Feinde jeder positiven Religion, deutlicher: des Christentums?!
(Arno Schmidt, dt. Schriftsteller, 1914-1979)
 
Wer es immer wagt, Schiller einen Ketzer zu nennen, der lästert frech einen der höchsten Menschen abendländischer Kultur, ja, der Menschheit! In Schillers Heidentum leuchtet mehr Geisteslicht, als in zwei Jahrtausdenden düsterster Kirchengeschichte.
(Bernd Holger Bonsels)
 

 
Zitate von weiteren Kirchenkritikern:
 
Zitate zum Gottes-Begriff
http://www.humanistische-aktion.homepage.t-online.de/gott.htm
 
Zitate zu Religion
http://www.humanistische-aktion.homepage.t-online.de/zitate1.htm  (ziemlich umfangreich, geht bis /zitate5.htm)
 
sowie natürlich bei:
http://www.humanist.de
dort auf Religion und dann auf Zitate klicken.


 
In seinem Durchschnitts-'Organ' ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.
(Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-1985)
 
Es ist üblich geworden, immer dann, wenn die Haltung der offiziellen katholischen Kirche in Deutschland während der Nazizeit angezweifelt wird, die Namen der Männer und Frauen zu zitieren, die in Konzentrationslagern und Gefängnissen gelitten haben und hingerichtet worden sind. Aber jene Männer, Prälat Lichtenberg, Pater Delp und die vielen anderen, sie handelten nicht auf kirchlichen Befehl, sondern ihre Instanz war eine andere, deren Namen auszusprechen heute schon verdächtig geworden ist: das Gewissen.
(Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-1985)
 

 
Unter allen Geisteskrankheiten, welche "der Mensch in seinem dunklen Drange" sich systematisch in den Schädel impfte, ist die Gottespest die allerscheußlichste. Wie alles eine Geschichte hat, so ist auch diese Seuche nicht ohne Historie .....(Von Johann Most, Augsburg)
 


Prof. Dr. theol. Hubertus Mynarek

Hubertus Mynarek, geboren 1929, studierte katholische Theologie, Philosophie und Psychologie. Ab 1966 arbeitete er als Theologieprofessor in Bamberg, ab 1968 hatte er den Lehrstuhl für vergleichende Religionswissenschaft in Wien inne. 1971-72 war er Dekan der Theologischen Fakultät. 1972 wurde ihm die kirchliche Lehrbefugnis und der Lehrstuhl entzogen. Er ist Autor vieler Bücher, u.a. "Eros und Klerus", "Ökologische Religion", "Religiös ohne Gott?", "Mystik und Vernunft".
 
Zu Hubertus Mynareks Buch: Casanovas in Schwarz
http://www.das-weisse-pferd.com/de/main/dwp/00_15/0015casanovas.html
Zitat: An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass Robert Hutchison in seinem Buch "Die heilige Mafia des Papstes" ebenfalls einen mysteriösen Todesfall im Schnellzug Genf-Paris erwähnt. Dort starb 1978 Pater Giuliano Ferrari, Ziehsohn des Kurienkardinals Eugène Tisserand, im Alter von 48 Jahren, angeblich an Herzversagen. Er war dem Opus Dei ins Gehege gekommen.
 
Zur Person:
http://www.dorf-im-jetzt.de/dasprojekt/protektoren/profdrtheolhubertusmynarek/index.php
 
http://www.humanistische-aktion.homepage.t-online.de/mynarek.htm
Zitat:
MIZ: Sie haben für das "Universelle Leben" unter anderem auch Gutachten erstellt. Was halten Sie persönlich von den Offenbarungen der Gabriele Wittek?
 
Mynarek: Ja, es stimmt: Ich habe mal in meinem Charakter als Religionswissenschaftler ein Gutachten für das Gericht erstellt, in welchem ich nachwies, dass das UL genau das gleiche Recht auf eine eigene Schule haben müsse wie die Kirchen. Das Gericht folgte auch dieser Argumentation, das bayerische Unterrichtsministerium allerdings nicht. Es musste erst durch das Gericht zur entsprechenden Genehmigung gezwungen werden. Mein Gutachten war allerdings keineswegs ein Gefälligkeitsgutachten. Ich zeigte durchaus so manchen Irrationalismus in der Lehre des UL auf, verwies aber darauf, dass die Irrationalismen und Absurditäten der kirchlichen Dogmatik ersteren noch weit übertreffen.
 
Was halte ich nun von den Offenbarungen der Gabriele Wittek? Dazu muss ich sagen: Ich bin aufgrund eingehenden Studiums vieler Denksysteme zum Agnostiker geworden. Mein Credo: Wir können zwar unendlich viele "letzte" Sinnfragen stellen, auch alle mögliche Antworten darauf geben. Es muss uns nur stets klar sein, dass keine Antwort unfehlbar wahr sein kann, dass wir immer Sinn Suchende, Sinn Erfragende, uns eigenen Sinn Gebende sein werden. Diese meine Überzeugung kann auch die Prophetin des UL nicht erschüttern. Man sollte sie aber wegen ihrer "unfehlbaren Eingebungen aus dem Jenseits" nicht ungerechter behandeln als den Papst, der das Gleiche behauptet, wobei sich der Papst als einziger Guru einer religiösen Institution diese Unfehlbarkeit noch dogmatisieren ließ. Ich muss noch hinzufügen, dass ich in meinem Buch "Denkverbot" alle Unfehlbarkeiten, alle Offenbarungen aus angeblich metaphysischen Höhen als Inspirationen, Intuitionen, Projektionen und dergleichen mehr kritisierte. Dem UL war dieser Standpunkt bekannt, trotzdem war man dort so tolerant, mir keine Vorbedingungen in Bezug auf mein Buch "Die Neue Inquisition" zu stellen. Das wäre bei den Kirchen unmöglich gewesen!
 
Hubertus Mynarek "Die neue Inquisition: Sektenjagd in Deutschland";
Marktheidenfeld, Verlag Das Weiße Pferd 1999.
http://www.manfred-gebhard.de/Mynarek.htm
 
Prof. Dr. Hubertus Mynarek
Kritiker kontra Kriecher
http://www.pressekatalog.de/Kritiker+kontra+Kriecher-.....
 


Hans-Jürgen Wolf

Geschichte der Hexenprozesse -
Holocaust und Massenpsychose vom 16.-18. Jahrhundert

 

 
Bildquelle: http://www.humanist.de/kultur/literatur/religion/wolf1.jpg
 
Inhaltsangabe siehe
http://www.humanist.de/kultur/literatur/religion/wolf1.html
 
Hans-Jürgen Wolf: Hexenwahn - Hexen in Geschichte und Gegenwart
Inhaltsangabe siehe: http://www.humanist.de/kultur/literatur/religion/wolf2.html
 
Titel: Sünden der Kirche - Das Geschäft mit dem Glauben
Hans-Jürgen Wolf
Ein Lesebuch für mutige Christen.
Dieser Korrespondenzband ist ein wichtiger Beitrag zur Zeitgeschichte. Er beleuchtet in 23 Kapiteln die Hintergründe der permanenten Kirchenkrisen bis in die heutige Zeit. Beruht die Macht der Kirche auf falschen Jenseitsvorstellungen, Geschichtsverdrehungen, Unwahrheiten, dem Dogma der Unfehlbarkeit und der falschen und doppelten Moral, die bis Heute nur ihren egoistischen Interessen gelten? Was hat es mit dem blinden Gehorsam, den die Kirche den Glaubenden abverlangt, aber auch mit der Einmischung in die persönlichsten Bereiche des Lebens auf sich?
Der bekannte Historiker Hans-Jürgen Wolf legt die Sünden der Kirche dar. "Als Priester muß ich meine Amtspflichten verrichten: aber wieviel habe ich an mir selbst gelitten, wenn ich gezwungen war, euch fromme Lügen zu predigen, die ich von ganzem Herzen verabscheute.
Wie sehr habe ich mein Amt gehaßt, und welche Gewissensbisse hat mir eure Leichtgläubigkeit verursacht.
Tausendmal hatte ich die Absicht, euch die Augen zu öffnen, aber eine Furcht, die meine Kräfte überwog, hielt mich zurück, bis zu meinem Tod zu schweigen." Aus den Papieren des 1731 verstorbenen Priesters Jean Meslier.
http://www.kirchenkritik.de/literatur/suendenkirche.html
 
Hans-Jürgen Wolf
Verbrechen der katholischen Kirche


 
Bildquelle: http://bilder4.weltbild.de/kno/3469/3469376z.jpg
 
Hans-Jürgen Wolf
Handbuch der Kirchenkritik
 
Hans-Jürgen Wolf
Abschied vom Christentum?
 
Weitere Kirchenkritische Bücher sowie einige der zuvorgenannten sind zu sehen u. erhältlich bei:
http://historiaverlag.de/order.htm
 



 
Bildquelle: http://vonpaczensky.de/verbrechen-k.jpg
 
Gert von Paczensky
 
Verbrechen im Namen Christi
Mission und Kolonialismus
544 Seiten, Orbis-Verlag
 


Die Macht der Geistlichkeit gründet sich auf die Meinung und Leichtgläubigkeit der Völker. Man kläre die letzteren auf, und der Zauber hat ein Ende.
...
Die Kirchengeschichte offenbart sich uns als ein Werk der Staatskunst, des Ehrgeizes und des Eigennutzes der Priester. Ehrwürdige Betrüger benutzen Gott als Schleier zur Verhüllung ihrer verbrecherischen Leidenschaften.
...
Den Ägyptern würde es nicht erlaubt gewesen sein, ihren Gott Apis zu verzehren; nur die Christen behandeln den Beherrscher des Universums so.
...
Je mehr man die ungereimten Fabeln prüft, auf die sich verschiedene Religionen gründen, desto mehr bemitleidet man in der Tat die Leute, die leidenschaftlich an diesen Albernheiten hängen.
 
Friedrich II, preuß.König (1712-1786)
 


...(f) Entehrung, Kränkung, Hohn-Gewieher
Auf Priester, Nonnen und Erzieher,
Beschmutzung, Dreck und blanken Hohn
Nebst Spott auf alle Religion,
(Insonders auf die Katholiken:
Man sieht mit hasserfüllten Blicken
Auf deren Leitungs-Team zu Rom,
Verflucht den Papst und Petersdom,
Derweil ein jeder Apostat
Geniesst der Medien Patronat:
Sehr gern lässt ihn zu Wort man kommen,
Wenn er nur dreinschlägt auf die Frommen
Und nimmt in Heisswut, rot vor Zorn,
Der Kirche Auftrag, Dienst, aufs Korn.
Gehätschelt wird er und erhoben,
Mit Beifall, Lob und Gunst umwoben;
Als Weiser, Denker, hingestellt,
Bezahlt dazu noch mit viel Geld;
Man schickt ihn auch durchs ganze Land,
Dass seine Hetze wird bekannt
Bis in des Staates letztem Nest:
Man dies sich etwas kosten lässt;
Und wer dem Wicht laut Beifall zollt,
Dem sind die Medien dafür hold:
Er wird als jemand vorgestellt,
Der zeitgemäss: ein Mann von Welt);...


"Teuflisches Wirken heute - Wo und auf welche Weise zeigt sich Dämonie? - Im nachtodlichen Gespräch mit Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817) enthüllt"

Aus der Seite:
http://www.uni-siegen.de/~stilling/downloads.htm


Johann Most

Protestantische Finsterlinge (1875)
Es gibt vielleicht keine zweite Erscheinung in der ganzen Kulturgeschichte, welche fast allgemein so falsch beurteilt wurde wie die sogenannte Reformation1. Dieselbe wird immer als Fortschritt gepriesen und war doch im Gegenteil ein Hindernis des wahren Fortschrittes. Die kirchlichen Zustände im 15. und 16. Jahrhundert waren der Art, dass eine allgemeine Verlotterung auf religiösem Gebiete ganz unausbleiblich, der Zerfall des Christentums gewiss war: Da kommen denn etliche ehrgeizige, heiratslustige und vielleicht auch wirklich bibelgläubige Pfaffen und galvanisieren den absterbenden Organismus ins Leben zurück. Und das soll Fortschritt sein!

Wer aufrichtig sein will und nicht mit einem faustdicken Brett vor dem Hirnkasten umherläuft, der wird nicht leugnen können, dass im Grunde genommen zwischen katholischen und protestantischen Pfaffen kein Unterschied besteht und dass zwischen Jesuiten und Muckern2 die Wahl wirklich schwer fällt. Ja, das Muckertum ist sogar noch viel verächtlicher als der Jesuitismus, weil es sich den Staatszwecken ganz und voll dienstbar macht, prinzipienlos ist und eine Art schwarzer Gendarmerie bildet. Im übrigen, nämlich der Wissenschaft und dem modernen Volksleben, gegenüber benimmt sich das Muckertum um nichts weniger unduldsam und reaktionär als jede andere Bonzenschaft. Der Zweck ihres ganzen Daseins ist die Erzeugung von beschränkten Untertanen-Verstandes-Menschen, die Gehirnverkleisterung und der Dummheits-Anbau, und wenn derselbe heutzutage nicht mehr so erreicht werden kann, so wird er doch wenigstens sehr eifrig angestrebt......

... 2 Mucker: Frömmler, Sektierer, Scheinheiliger; Heimtücker. Im frühen 18. Jh. aufgekommen, anfangs als Spottwort auf die Pietisten.
weiter hier
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Unter allen Geisteskrankheiten, welche "der Mensch in seinem dunklen Drange" sich systematisch in den Schädel impfte, ist die Gottespest die allerscheußlichste. Wie alles eine Geschichte hat, so ist auch diese Seuche nicht ohne Historie .....
(Johann Most)



 

 
Bildquelle:http://www.f-c-a.net/111data/kirchenopfer.jpg
 
Opfer der Kurie   (Gibts leider nicht mehr)
 

 

 
Bildquelle: http://img270.imageshack.us/img270/8889/biblewarninglabel5qa.jpg

 


Vorbemerkung:
 
Es wird immer wieder behauptet, daß man keinen Gottesbeweis bringen kann. Und auch daß es keinen Gegenbeweis gibt, also keinen Beweis, daß es Gott nicht gibt.
 
Nehmen wir einmal an, das stimmt.
 
Dann müßte man eigentlich zustimmen, daß der Atheismus auch ein Glaube ist. Weil auch die Nichtexistenz Gottes nicht beweisbar ist. Glaube stellt auf nicht beweisbare Inhalte ab. Das tut also der Atheismus auch.
 
Demnach wären beide, also die Glaubensgewißheit, sowie das Wissen um die Nichtexistenz Gottes, nur theoretische, nicht existente Interpolationen oder Extrempunkte?
 
Liebe Brüder und BrüderInnen im Glauben, vertragt euch also und seid friedlich, denn ihr seid des gleichen strukturellen Glaubens. 
 

 
Napoleons Tod usw.

Giftmord oder Magenkrebs?
Historiker und Fans des legendären Franzosen-Kaisers streiten seit Jahren über Verschwörungstheorien, nach denen Napoleon im Auftrag seiner Feinde schleichend vergiftet wurde. Nun untersuchte ein Toxikologe noch einmal die Haare Bonapartes - und wurde fündig.
 
Bislang gingen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass Kaiser Napoléon (1769-1821), in der Verbannung auf der Insel Helena an Magenkrebs gestorben sei. Die bekannten Spuren von Arsen in den Haaren des Korsen wurden auf äußere Einwirkungen wie Haarpflegeprodukte, die Handhabung von Rattengift oder Waffen zurückgeführt. Bei einer neuen Untersuchung ist im Inneren der Haare von Napoleon Bonaparte eine besonders giftige Variante von Arsen entdeckt worden, die gemeinhin Rattengift genannt wird.
Anormal hohe Konzentration von Arsen
Mit dieser Mitteilung gab die Internationale Napoleon-Gesellschaft am Mittwoch dem Historikerstreit um den Tod des einstigen französischen Kaisers neue Nahrung. Analysiert wurde das Gift von dem Straßburger Wissenschaftler Pascal Kintz, der auch Präsident der Internationalen Vereinigung von Gerichts-Toxikologen ist. Nach Angaben des Präsidenten der Napoleon-Gesellschaft, Jean-Claude Damamme, wurde bei den jüngsten Untersuchungen erstmals Arsen im Inneren der Haare entdeckt und nicht nur auf deren Oberfläche. ............
http://www.sueddeutsche.de/wissen/napoleons-tod-giftmord-oder-magenkrebs-1.837271
 
Die Theologie nimmt in der Religion etwa denselben Platz ein wie die Gifte unter den Nahrungsmitteln.
(Napoleon I., franz.Kaiser, 1769-1821) 
 
Mein Kommentar: Wenn er solche Sprüche abgelassen hat:
 
Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen.
(Napoleon I., Kaiser der Franzosen, 1769-1821)
 
dann fragt man sich doch, woher die Retourkutsche kam.........
 
Das Volk beurteilt die Macht Gottes nach der der Priester.
(Napoleon)
 
Es gibt keine Menschen, die sich besser verstehen als Priester und Soldaten.
(Napoleon)
__________________
 
Napoleon wurde von den Engländern gefangen genommen und auf die Insel St. Helena verbannt. Dort wurden seine Memoiren geschrieben, in denen auch auf die Jesuiten eingegangen wird:
 
"Die Jesuiten sind eine militärische Organisation, kein religiöser Orden. Ihr Anführer ist ein General einer Armee, nicht bloß ein Abt eines Klosters. Und das Ziel dieser Organisation ist: Macht. Macht in ihrer despotischsten Ausführung. Absolute Macht, universelle Macht, die Macht, die Welt nach dem Willen eines einzelnen Mannes zu beherrschen. Jesuitentum ist der reinste Despotismus; und zugleich der größte und gewaltigste aller Missbräuche."*
 
"Der General der Jesuiten besteht darauf, Gebieter zu sein, der Souverän, über dem Souverän.Wo immer die Jesuiten zugelassen werden, werden sie Herrscher sein, koste es was es wolle. Ihre Gesellschaft ist von Natur aus diktatorisch, und von daher ist sie der unvereinbare Feind aller konstituierten Autorität. Jede Tat, jedes Verbrechen, wie grauenhaft auch immer, ist ein verdienstvolles Werk, wenn es im Interesse der Gesellschaft der Jesuiten verübt wurde, oder auf Anordnung ihres Generals."*
 
* aus: "Geschichte der Gefangenschaft von Napoleon bei St. Helena", von General Montholon
 
Zitat (engl.) zu finden in:
"Fifty Years In The Church Of Rome" (dt.: "Pater Chiniquy's Erlebnisse. 50 Jahre in der Kirche Roms"), Charles Chiniquy, 1968, Nachdruck der Ausgabe von 1886
http://www.biblebelievers.com/chiniquy/cc50_ch59.html
 


 
Jan Hus wurde trotz freien Geleits auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
 
Bild aus der sehr interessanten Seite http://www.theologe.de/
 



 
Bildquelle: http://home3.inet.tele.dk/c-4/photogallery/Ludwig_II_von_Bayern.jpg
 
Die Sensation des 117. Todestages
König Ludwig II.: Königsmord
Die Tatwaffe des Königsmords liegt im Münchner Jagdmuseum!
Neueste Forschung: Das Rätsel der unhörbaren Todes-Schüsse ist endlich gelöst!
König Ludwig II. wurde mit einer "Windbüchse" von hinten erschossen!
Die Guglmänner fordern, daß aufgrund dieser neuerlichen Indizien der Sarkophag sofort geöffnet werden muß. Eine Windbüchsenkugel (Kaliber 0.12 Zoll) hätte das allerhöchste Skelett ganz erheblich verletzt, und so wäre der Königsmord sehr leicht nachweisbar. Die Guglmänner fordern von Ministerpräsident Stoiber, den Fall Ludwig nun zur Chefsache seines zweiten Regierungsdezeniums zu machen.
http://www.guglmann.de/deutsch/korrespondenz/todestag117.htm
 
(Mein Kommentar: Schon wieder ein wissender "Spinner" den die Schergen der Kirche beiseite geschafft haben?)
 


Hier noch einige Schnipsel und Zitate:
 
Woran starb Franz Schubert (*31.01.1797 +19.11.1828) nur 31-jährig ?
Er war Schüler Salieris (*18.08.1750 +07.05.1825). Salieri war am 01.Mai 1776, Gründung der Illuminaten, und am 04.07.1776, Tag der US-Unabhängigkeitserklärung durch 13 Provinzen, 25 Jahre alt.
 
Schon allein deswegen, weil die römische Kirche ein halbes Jahrtausend lang "Hexen" foltern und verbrennen ließ, müßte sie anständigerweise abdanken. Statt dessen spielt sie noch immer die lehramtlich Unfehlbare: eine zum Himmel stinkende geistige Umweltverschmutzung durch weihrauchduftende theologische Schamlosigkeit.
(Robert Mächler)
 
Selbstverständlich kannten die amazonischen Völker nur Priesterinnen. Bei den Skythen (ein griechischer Sammelname für die nördlich des schwarzen Meeres lebenden Völker) war eine Priesterinnenkönigin die maßgebende Autorität. Erst in späteren Zeiten gab es männliche Priester der amazonischen Göttin Demeter, wie auch bei den Skythen Männer im Dienst der Göttin. Sie waren kastriert und trugen Frauenkleider. Das kommt uns bekannt vor. Irgendwie hat sich dieser Brauch ja bis heute im Christentum erhalten.
(aus: Angelika Aliti, Macht und Magie, Der weibliche Weg, die Welt zu verändern)
 
In einer Welt, die eine Gottheit nach einem Plane erschaffen oder in der eine Gottheit außerhalb des Menschen in irgend einem Sinne über Zukünftiges verfügt, ist der Mensch als sittliches Wesen, als Person vernichtet.
Max Scheler, Philosoph (1874-1928)
 
In zwei, drei Jahrhunderten wird anerkannt werden, daß die fähigsten Kopfjäger alle Christen sind.
(Mark Twain, Schriftsteller 1835-1910)
 
Jeder Mensch ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.
(Mark Twain, Schriftsteller 1835-1910)
 
"Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann."
Mark Twain - 'Der geheimnisvolle Fremde', 1916, Kapitel 9
 
Ein Blutstrom fließt durch achtzehn Jahrhunderte, und an seinen Ufern wohnt das Christentum.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller,1786-1837)
 
Der Spötter wird sagen, ich verachte die steinerne Kirche, da die Gemeinde zusammenkommt. Dazu sage ich nein. Sondern ich weise auf die heuchlerische babylonische Hure, die mit der steinernen Kirche nur Hurerei treibt, nennt sich einen Christen, ist aber nur Hurenbalg.
(Jakob Böhme)
 


 
Ihr verdammten Volksverdummer,
Falscher Lehren Satansbrummer,
Finst're Feinde der Vernunft,
Aus der Hokus-Pokus Zunft;
Ihr elenden Schriftverdreher,
Sündenböcke, Messenkräher,
Beichtstuhlhocker, wohlerfahren,
Alte Weiber derb zu narren,
Schöne Mädchen arg zu plagen,
Ihr Geheimnis zu erfragen;
O ihr miserablen Schmeichler,
Freche Lügner, freche Heuchler,
Freunde nur vom Pfaffentum,
Falsch und seelenschwarz und krumm;
Ihr verdammten Intriganten,
Ruhestörer, Arroganten,
Fratzenpossen wilder Affen,
Schlechteste von allen Pfaffen,
Menschenfeind in Tat und Worten,
Unheilstifter aller Orten,
Störer guter Anverwandten,
Bauern-Beutel - Spekulanten;
Ihr verschmitzten Kellerratten,
Freund von Finsternis und Schatten,
Hochverräter, Schlangenseelen,
Räuber, die das Volk bestehlen,
Doppelzungen, Bösewichter,
Finst're Isegrimgesichter,
Voll von Satanspfiffigkeit,
Nur zum Schlechten stets bereit;
Ihr verfluchten Alchimisten,
Feinde aufgeklärter Christen,
Ihr Aqua-Toffana-Spender,
Brüdermörder, Mädchenschänder,
Unkraut in des Geistes Saaten,
Ekler Auswurf aller Staaten,
Meister ihr, den Schalk zu machen,
Erd und Himmel auszulachen;
Ihr des freien Geist's Tyrannen,
Hydraköpfe, weicht von dannen;
Vagabunden ohne Gleichen,
Ihr könnt euch zum Teufel streichen;
Aller Länder Spott und Schand,
Fort mit euch aus unserm Land,
Ihr verfluchten Jesuiten,
Höllenhunde, Sodomiten,
Drachen aus dem Höllenreich,
In die Hölle fort mit euch!!!

 
[Quelle: Strobel, Ferdinand <1908-1999>: Die Jesuiten und die Schweiz im 19. Jahrhundert : ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte des schweizerischen Bundesstaates. -- Olten [u.a.] : Walter, 1954. -- 1147 S. -- S. 684f..]


Ballade vom Hexenhammer
 
Es gab in den alten Vorzeiten
noch keinen Radikalenerlaß
und trotzdem hatten die Spitzel
und die Pfaffen beim Schnüffeln viel Spaß.
Vor vier- oder fünfhundert Jahren,
an einem beliebigen Ort,
da geht durch das Dorf ein Geflüster:
"Wer noch Socken hat, mache sich fort!"
 
Der Herr Heinrich Instititoris
und der Jakob Sprenger sind da,
die kommen vom Heiligen Vater,
Grüß Gott, Halleluja.
Die Herren sind Inquisitoren,
erforschen die Menschen mit Fleiß,
die foltern die Hexen und sorgen dafür,
daß sie brennen, kyrieleis.
 
Weil es hat überhand genommen,
der Aufruhr im Römischen Reich,
der Pöbel wird frech und er rührt sich,
als wär die Kirch eine Leich.
Doch der Leib meiner Heiligen Kirche
ist ein heiliges Sakrament,
und wer ihr nur ein Härchen krümmt,
ist eine Hex', und die Hexe, die brennt.
 
Ein Kräuterweib, das kann heilen,
weil es Kräuter probiert und viel weiß,
hat gesagt, daß die Pillen der Mönche
sein teuer bezahleter Scheiß.
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex.
Das hat ihr der Satan geflüstert,
eine Hex', eine Hex', eine Hex'."
 
Eine Magd dient oben am Gutshof,
aber tut nicht so, wie man befiehlt,
ist dem Junker im Bett nicht zu willen,
der hat Liebeswahnsinn gefühlt.
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex.
Das Weib hat den Junker verzaubert,
eine Hex', eine Hex', eine Hex'."
 
Die Hebamme ist in den Dörfern
weit und breit sehr beliebt,
denn sie weiß doch, wie man die Kinder
ohne viel Schmerzen kriegt.
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex.
Das Weib soll gebähren in Schmerzen,
eine Hex', eine Hex', eine Hex'."
 
Die sehr alte Mutter vom Müller
kann lesen, man weiß nicht, warum,
hat gesagt, daß der Ablaß nichts nütze,
wer ihn kaufe, sei selber schön dumm.
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex.
Sie leugnet die Heil'ge Grundordnung,
eine Hex', eine Hex', eine Hex'."
 
Und als dann der Bischof die Mühle
sich unter den Nagel riß,
schrie die Tochter der Müllerin wie am Spieß
bei der Messe: "Verdammter Beschiß!"
Da sagten die Inquisitoren:
"Salve Christe Vobisculi Rex.
Das Weib ist vom Satan besessen,
eine Hex', eine Hex', eine Hex'."
 
's gab Bauern, die wollten nicht länger
vom Fronvogt geschunden sein,
die machten bei Nacht im Wald einen Ring
und schworen im Fackelschein.
Da sagten die Inquisitoren:
"Malefizium Cuicunque Sauerei.
Schon wieder die Unzucht beim Hexensabat,
Teufelei, Ketzerei, Hexerei..."
 
So haben sie drei Jahrhundert
die Hexen im Feuer verbrannt;
das haben die Saubermänner getan
im christlichen Abendland.
So schafften sie Ehrfurcht und Schrecken
mit Zepter und Krummstab und Spieß.
Sie schleppten die Weiber auf's Folterbrett
oder ins Ehe-Verließ.
 
Die Mörder von höherem Adel,
die Priester im Lügner-Amt,
die haben den Teufel erfunden
für's christliche Abendland.
Sie haben das Volk geschunden,
in's Elend gebracht und beraubt,
und dann gesagt: "Die Hexen sind schuld,
wehe dem, der nicht daran glaubt."
 
Und der dieses Lied gesungen,
der hatte heute nacht die Vision:
Der sah die Teufel und Hexen
schon wieder die Ordnung bedroh'n.
Keine Bange, die Innenminister
mit dem Hexenhammer sind da,
die kommen von der Inquisition,
Grüß Gott, Halleluja!
 
Unbekannt



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