Weitere Pressemeldungen

 
Spanien: Bischöfe fordern Schul-Staatsvertrag
 
Die Bischöfe Südspaniens haben einen "Staatsvertrag zu schulischen Fragen" gefordert. Dieser solle zur Stabilisierung und Verbesserung des Erziehungswesens beitragen. Die Bischöfe verurteilen in einer Erklärung "jede Einschränkung der Rechte der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder". Der Vorschlag, konfessionellen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen zum Wahlfach herabzustufen, sei inakzeptabel. Eltern hätten ein Recht, ihrer Kinder "nach den eigenen moralischen und religiösen Überzeugungen" erziehen zu lassen. Die Anfragen der Eltern würden bei dem geplanten Erziehungsgesetz der Regierung Zapatero "in keiner Weise" berücksichtigt. Mehr als 100 katholische Organisationen haben für heute in Madrid zu einer Kundgebung gegen die geplante Unterrichtsreform aufgerufen. Unter den Demonstranten sind auch führende Vertreter der Oppositionspartei Partido Popolar (Pp) und zahlreiche Bischöfe.
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?id=55479
 

 
Eine Klausurtagung im Kloster Himmerod vor 55 Jahren bereitete die Gründung der Bundeswehr vor
Wenn dieser Tage der Bundeswehr-Gründung am 12. November 1955 gedacht wird, bringt das kaum jemand mit der Abtei Himmerod in Verbindung. Dabei wurde in dem Zisterzienserkloster im Kreis Bernkastel-Wittlich vor ziemlich genau 55 Jahren ein Grundstein für die deutsche Wiederbewaffnung gelegt. Zimmer sieben im Kloster Himmerod sieht noch genauso aus wie damals. Holz-Tische und -Stühle, die jeder Antiquitätenhändler ins Schaufenster räumen würde. Eine schwere Flügeltür, die Standuhr in der Ecke, der alte Ofen. Dass in diesem Raum einst Geschichte geschrieben wurde, passt perfekt ins Bild. Dabei war das, was vor 55 Jahren in der Abgeschiedenheit der Abtei geschah, so geheim, dass man noch heute selbst in den umliegenden Ortschaften wenig darüber weiß.
Vom 5. bis 9. Oktober 1950 trafen sich im Kloster Himmerod 15 Militär-Experten zu einer Klausurtagung, um die deutsche Wiederbewaffnung vorzubereiten. Ihre Mission war streng geheim, man hatte den Mönchen verboten, die Namen der Gäste - wie üblich - an deren Zimmertüren anzubringen. "Allein der damalige Abt war unterrichtet", erzählt der heutige Klosterchef Bruno Fromme. Die Beschäftigung mit militärischen Fragen stand noch unter Strafe. Nur gut zehn Jahre zuvor war der von Deutschland ausgegangene Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen, das Land war soeben erst entmilitarisiert worden. Eingestuft als "geheime Bundessache"..............
http://www.intrinet.de/freizeit/wochenendjournal/art944,849426.html?fCMS=68904bc5e0a3c57a289a877354530942
 

 
Bush will mehr Bibeln für China
 
US-Präsident mahnt Demokratiedefizite in der Volksrepublik an. Scharfe Kritik aus Peking US-Präsident George W. Bush ist in Asien auf großer Missionierungstour. Von Japan aus forderte er die chinesische Regierung auf, den 1,3 Milliarden Bürgern des Landes mehr politische Freiheiten zu gewähren. Peking möge sich doch bitte ein Beispiel an Taiwan nehmen. Die dortige Gesellschaft habe den »Übergang von der Unterdrückung zur Demokratie geschafft«, sagte Bush. Der US-Präsident setzte nach: »Das moderne Taiwan ist frei und demokratisch und wohlhabend.« Die Chinesen wollten mehr Freiheit, sich auszudrücken, ohne staatliche Kontrolle eine Religion ausüben und Bibeln und andere heilige Texte drucken, behauptete Bush, der am Samstag das Reich der Mitte besuchen will.
 
In Peking rief der Missionierungseifer frostige Reaktionen hervor: »Wir müssen hart arbeiten und können den Menschen, die über dies und jenes sprechen und unsere Überzeugungen erschüttern wollen, keine Aufmerksamkeit schenken«, konterte der chinesische Außenminister Li Zhaoxing. http://www.jungewelt.de/2005/11-17/005.php
 
Vergelds Gott
 

 
Bischof Müller verkündet: "Kirche ist keineDemokratie"
Diözesan- und Dekanatsrat mit sofortiger Wirkung abgeschafft
 
REGENSBURG (is). Der Regensburger Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller hat die regional gewählten Laienräte in seinem Bistum mit sofortiger Wirkung abgeschafft. Es gilt ein neues, umfangreiches Regelwerk für Diözesan- und Dekanatsrat. Die lokalen Pfarrgemeinderäte werden künftig unter Vorsitz des Pfarrers geführt. Den Laien bleibt ein Sprecheramt. Angesichts scharfer Kritik an seiner Vorgehensweise sagte Müller gestern: "Die Kirche ist keine Demokratie.".....
http://www.donau.de/SID_29bed5195508b8b6d7e1fdea79696ef0/nachrichten/politik/meldung.shtml?rubrik=mz&id=51808
 
Was meint Ihr? Wird der Benediktator auch mit mehreren Wagenladungen Geld flüchten wie Saddam Hussein, wenn er gestürzt wird?
 

 
Aus Stuttgart Feuerwehrauto für den Papst Rom/Stuttgart - Die 20-köpfige Feuerwehr-Mannschaft des Vatikans hat ein neues Löschfahrzeug aus dem Hause DaimlerChrysler erhalten. Die feuerrote Sonderanfertigung wurde Papst Benedikt XVI. vom italienischen DaimlerChrysler-Chef, Wolfgang Schrempp, einem Bruder des Vorstandsvorsitzenden, am Mittwoch im Kirchenstaat überreicht. Das bisherige päpstliche Löschauto, ebenfalls ein Geschenk des deutschen Autobauers, komme ins Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, das im Mai 2006 eröffnet werde, verlautete in Rom. http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1033893
 
Endlich eine sinnvolle Investition. Das werden sie wohl noch dringend brauchen, wenn sie so weitermachen.
 

 
Analyse: Die Grünen und die Kirche
Ambivalente Antworten auf die Gretchenfrage
 
Erich Eder ist nicht gerade das, was man ein politisches Schwergewicht nennt. In den vergangenen Tagen genoss der Bezirksrat aus Wien-Alsergrund allerdings landesweit mediale Aufmerksamkeit. Der Grund: Der Grüne verlangte die Aufkündigung des Konkordats zwischen Österreich und dem Vatikan.
Für die ÖVP war das eine Provokation. Von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel abwärts trat man prompt an, um die kirchlichen Interessen zu verteidigen. (Das ist man schließlich der Stammklientel schuldig - die Mehrheit der regelmäßigen Kirchgänger wählt nach wie vor treu schwarz.)

 
Zwei Artikel:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=206963
http://derstandard.at/?url=/?id=2237350
 

 
Österreich ist immer noch eines der christlichsten Länder Europas
 
Papst Benedikt XVI. klagte über die zunehmende Verweltlichung Österreichs. Doch der Pontifex rügte die Falschen: In kaum einem anderen Land gibt es so viele brave Christen wie hier. Die Abkehr der Massen von Kirche und Gott steht erst bevor.
..... Ein Vatikandiener, mindestens ein Erzbischof, geleitet die Besucher. Vorbei geht es an den Werken von Dürer und El Greco, bis die Delegation in einem prachtvollen Raum Halt macht.
 
Hier treffen an diesem Montag Politik und Kirche aufeinander: Kanzler Wolfgang Schüssel und Papst Benedikt XVI.......
 
........Der Fachmann verweist auf die Zahlen: In Europa zählt Österreich immer noch zu den katholischen Hochburgen.
 
* Sieben von zehn Österreichern sind Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft, 87 Prozent davon römisch-katholisch.
 
* Die Österreicher gehen brav in die Kirche. Nur in noch stärker katholisch geprägten Ländern wie Spanien, Italien und Polen sind die Sonntagsmessen besser besucht.
 
* Der Zeitgeist konnte das religiöse Fundament nicht erschüttern: Überwältigende 87 Prozent der Bevölkerung erklären, an Gott zu glauben (siehe Grafiken).
 
* In der jüngsten Umfrage des OGM-Instituts für profil meinen 48 Prozent der Österreicher, die Kirche solle eine wichtige Rolle spielen. 55 Prozent räumen ihr einen großen bzw. durchschnittlichen Stellenwert ein...............
http://www.profil.at/index.html?/articles/0545/560/125823.shtml
 

 

Bildquelle: http://images.derstandard.at/20051118/dober.jpg
 
Stadler: "Ich aber bin wehrhafter Christ ..."
Zur Person: Ewald Stadler (44) ist seit 2001 Volksanwalt.

 

 
Volksanwalt: "Keusche Verlogenheit"
Ewald Stadler im STANDARD-Interview: "Mir geht die Aggressivität der Homolobby auf die Nerven"
 
Er sei untertags Volksanwalt, abends Politiker, verteidigt sich Ewald Stadler. Er ist für die Absetzbarkeit von Volksanwälten, gegen die "aggressive Homolobby" - und will 2006 ins Parlament, sagt er Eva Linsinger.
 
STANDARD: Sind Sie Volksanwalt oder Politiker?
Stadler: Sowohl als auch. Ich betrachte den Volksanwalt als hochpolitische Funktion, die auch von der Verfassung so gedacht ist. Denn das Nominierungsrecht steht den drei stärksten Parteien im Nationalrat zu.
STANDARD: Aber Sie halten FPÖ-Parteireden.
Stadler: Das hat auch Kollege Peter Kostelka gemacht, auch Kollegin Rosemarie Bauer. Kostelka hat sogar Pressekonferenzen mit seinem Vorsitzenden Alfred Gusenbauer zum Thema Abfangjäger gegeben. Sie haben halt nicht das Echo wie ich gehabt, das ist der Unterschied.
STANDARD: Wie viel Zeit bleibt Ihnen neben der FPÖ überhaupt für die Volksanwaltschaft? Stadler: Parteipolitische Tätigkeit muss aufs Wochenende oder den Abend verwiesen werden. Untertags bin ich Volksanwalt, abends Politiker. An meinem Fleiß als Volksanwalt zweifeln nicht einmal meine größten Kritiker.........
http://derstandard.at/?url=/?id=2247932
 
 
Ich gehe jetzt einmal davon aus, daß folgender Kommentar aus Rom sich darauf bezieht:
 
"Wir müssen als Christen unverschämter auftreten"
Interview mit Erzbischof Joachim Kardinal Meisner von Köln
KÖLN, 18. November 2005 (ZENIT.org).- "Wenn man ihn einmal gekostet hat, dann schmeckt einem nichts mehr, wo nicht Gott drinsteckt." Dieses Wort von Joachim Kardinal Meisner ist der Grundtenor des folgenden Gesprächs, das ZENIT mit dem Kölner Erzbischof über mögliche Wege der Glaubenserneuerung geführt hat.
 
Neben einer jährlichen Domwallfahrt möchte Kardinal Meisner unter anderem "das Anliegen von Papst Johannes Paul II. aufgreifen und mit vielen Jugendlichen aus unserem Erzbistum auf die Straße gehen und Straßenmission betreiben. Wir müssen das Angesicht Christi auf die Straßen der Welt bringen. Wir dürfen uns als Christen nicht verschämt in einer Ecke verkriechen; wir müssen als Christen unverschämter auftreten." .............
Die Welt von Rom aus gesehen:
http://www.zenit.org/german/visualizza.phtml?sid=80165

 

 
Profil: Warum der Papst irrt
 

 
Bildquelle: http://www.kreuz.net/article/article.2218.jpg
 
Ein Kommentar dazu in
http://www.kreuz.net/article.2218.html
 

 
Ungarn: Liberale fordern Streichung von Kirchen-Privilegien
Kirchen sollen selbst für ihre Gläubigen sorgen
 
Budapest - Die den ungarischen Kirchen gewährten "feudalen Privilegien" müssen abgeschafft werden, fordert die kleine liberale Regierungspartei Bund Freier Demokraten (SZDSZ). In diesem Sinne müsse zugleich der Vertrag mit dem Vatikan überprüft werden, erklärte SZDSZ-Geschäfstführer Peter Gusztos am Sonntag laut der Ungarischen Nachrichtenagentur MTI.
Zu den abzuschaffenden kirchlichen Privilegien gehörten die Befreiung von der Fahrzeug- und Gebäudesteuer, die Steuerfreiheit für Kollektengelder, Zuschüsse und Spenden. Weiter erhielten die Kirchen für soziale Aufgaben eineinhalb mal mehr Unterstützungen als staatliche oder Gemeinde-Institutionen.
Nicht Aufgabe des Staates
Die Liberalen betonen seit langem, dass es nicht die Aufgabe des Staates sei, die verschiedenen Tätigkeiten des religiösen Lebens zu finanzieren. Die Kirchen sollten vielmehr eigenständig für ihre Gläubigen aufkommen, indem die Einkommenssteuer von ein auf zwei Prozent erhöht wird, die jeder ungarische Steuerzahler für die Unterstützung von religiösen, sozialen und kulturellen Einrichtungen umwidmen kann. Für Pensionisten soll ein Budget-Sonderfonds geschaffen werden, damit auch sie die zwei Prozent anbieten können. Die durch die Abschaffung der Privilegien frei werdenden Gelder sollen laut SZDSZ für Kinderschutz, Sozialspeisung, Unterstützung von sozialen Aktivitäten auf der Straße und ebenso für Gesundheits- und Denkmalschutzaufgaben genutzt werden.
Die konservative Oppositionspartei Demokratenforum (MDF) bezeichnet den Vorschlag des SZDSZ als "unüberlegt". Die Streichung von Steuervergünstigungen für Kirchen sie "nur unter politischem Aspekt begründbar". (APA)
http://derstandard.at/?url=/?id=2241019
 

 
USA: Weihnachten ade? Christen boykottieren Kaufhausriesen Wal-Mart
Wer ein Weihnachtgeschenk sucht, wird auf die "Ferien"-Website weitergeleitet. Die "Catholic League" protestiert.
New York (www.kath.net)
Eine Gruppe von US-amerikanischen Katholiken plant einen landesweiten Boykott gegen die größte Handelskette der Welt, Wal-Mart. Der Grund: Wal-Mart verbanne Weihnachten aus dem Verkaufsprogramm, während andere Fest darin vorkommen, etwa das jüdische Chanukkah-Fest oder das afro-amerikanische kulturelle Kwanzaa-Fest, das vom 26. 12. bis 1. Januar gefeiert wird.
........ Weihnachten sei eine alte Tradition, die ihre Wurzeln im sibirischen Schamanismus habe, hieß es darin. Der Santa Claus stamme eigentlich aus dem Kaukasus, der Mistelzweig von den Kelten und der Weihnachtsbaum vom Baal-Kult. "Es ist eine sehr große Welt", schloss das Schreiben. .......
http://www.kath.net/detail.php?id=11987
 

 
Bildquelle: http://www.kath.net/newsimages/20051110052655.jpg
 

(irgenwie gut, daß wir von kath.Net mit den richtigen Logos ausgestattet werden, oder? Findet ihr diese Dinge nicht auch hochgradig lächerlich?
 

 
Richter will nicht unter dem Kruzifix Recht sprechen
Rom (AP) Weil er nicht unter dem Kruzifix im Gerichtssaal Recht sprechen will, ist am Freitag in Italien ein Richter in erster Instanz zu sieben Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht in der mittelitalienischen Stadt L'Aquila warf Luigi Tosti Arbeitsverweigerung vor. Aus Protest gegen die in italienischen Gerichtssälen angebrachten Kreuze weigert sich der Richter seit Monaten, seiner Dienstpflicht nachzukommen. Auch an seinem eigenen Prozess nahm er nicht teil, weil das Kreuz an der Wand hinter dem Richtertisch nicht abgenommen wurde.
Nach Ansicht Tostis haben religiöse Symbole in einem Gericht nichts zu suchen. Er verweist dabei auch auf die Menschenrechtsartikel in der Verfassung des Landes. Tosti kündigte Berufung gegen das Urteil an.
Politiker der Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi haben die Haltung des Richters scharf kritisiert. In der Vergangenheit hat es in Italien wie in Deutschland schon mehrfach Diskussionen um Kreuze in Klassenzimmern gegeben. Im August hatte sich auch Papst Benedikt XVI. in die Debatte eingeschaltet und sich nachdrücklich für die Darstellung von Kruzifixen in der Öffentlichkeit ausgesprochen.
http://de.news.yahoo.com/051118/12/4rryj.html
 

 
USA werfen Bundesregierung Einschränkungen der Religionsfreiheit vor
Washington (AP) Die USA werfen der Bundesregierung eine Diskriminierung bestimmter religiöser Minderheiten vor. Im Jahresbericht des US-Aussenministeriums über Einschränkungen der Religionsfreiheit wird kritisiert, dass die Regierung bestimmte Religionsgemeinschaften als Sekten bezeichne. Ferner würden bei Ausschreibungen der Regierung für Lehrgänge Anbieter ausgeschlossen, die mit Scientology assoziierte Methoden anwenden wollten. Der Bericht kritisiert ausserdem, dass dem Gründer der so genannten Moon-Sekte, Sun Myung Moon, seit Jahren die Einreise nach Deutschland verwehrt werde.
http://de.news.yahoo.com/051108/281/4r925.html

 
So so, ausgerechnet die Moon-Sekte. Infos hierzu beim Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn http://www.agpf.de/Moon.htm
 
Also bisher war ich ja ein euphorischer Befürworter der amerikanischen Regierung, aber hier hat selbst meine Toleranz eine Grenze : )) Die haben doch alle so einen Vogel.....
 
Is George Bush a Moonie?
http://www.perkel.com/politics/moonies/bush.htm
 

 
Der Wahnsinn geht weiter, diesmal gleich mit "Doppelschlag"
 
Disneys Doppelschlag: «Narnia» für Fantasy-Fans und Christen
New York (dpa) - Es soll eines der großen Kinoereignisse dieses Jahres werden, ein würdiger Nachfolger der «Herr der Ringe»-Trilogie: Das Fantasy-Epos «Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia», das am 8. Dezember in die deutschen Kinos kommt.
 
Doch schon lange vor der Premiere ist in den USA ein ideologischer Streit um den Film entbrannt. Denn Disney fährt eine beispiellose Doppelstrategie zur Vermarktung des Films. Der religiösen Rechten verkauft der Konzern den Film als christlich, um an den Erfolg von Mel Gibsons «Passion Christi» anzuknüpfen. Dem Rest des Publikums dagegen wird «Narnia» als klassischer Fantasy-Film unter der Regie von Andrew Adamson («Shrek») und mit Spezialeffekten aus der Werkstatt von Peter Jackson angepriesen.
Gibsons Jesus-Film war für die Marketingstrategen in Hollywood die größte Überraschung der vergangenen Jahre. Der anfangs belächelte Streifen spielte Hunderte Millionen Dollar ein, weil er den bis dahin vernachlässigten Markt der frommen Kirchgänger anzapfte. Das hat Disney auf die Idee gebracht, seine bisher größte Produktion «Narnia» - Kosten 120 Millionen Euro - offensiv als christliche Parabel herauszubringen, zumindest in Amerika..........
.........Von «Narnia» allerdings war Tolkien wenig begeistert, und er ist nicht der einzige Kritiker geblieben. Der englische Fantasy-Autor Philip Pullman («Das magische Messer») etwa bezeichnet die Bücher als eine «mürrische Mischung aus rassistischen, frauenfeindlichen und reaktionären Vorurteilen. Wenn Disney diesen Film als große christliche Geschichte vermarkten will, dann geht das nur mit Lügen.»....
http://www.sol.de/news/stars/kinonews/art7755,1507043.html?fCMS=fa334b579510ec21e9e595045b0330c5
 

 
»Kirchliche Indoktrination auf Kosten des Staates«
 
Hamburg will Kirchen den Eigenanteil bei der Kindergartenfinanzierung erlassen. »Mehr Religion« für die Jüngsten. Ein Gespräch mit Uwe Scheer* * Uwe Scheer ist Vorsitzender des Landesverbandes Nord des Deutschen Freidenker-Verbandes
 
F: Der Hamburger Senat will am 29. November mit der nordelbischen und der katholischen Kirche Staatsverträge unterzeichnen. Was soll da geregelt werden?
 
Das ist das Problem - der Entwurf ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Der Senat will den Text erst herausrücken, wenn er abgesegnet ist. Bisher wissen wir nur, daß es um eine Sonderregelung geht, durch die die Kirchen Millionen Euro Gewinn habenwerden. Konkret: Der Senat will ihnen den Eigenanteil bei der Finanzierung von Kindertagesstätten erlassen, der jetzt zehn Prozent beträgt. Die Stadt Hamburg wird also die 130 evangelischen und 30 katholischen Kindertagesstätten ab 2007 zu 100 Prozent finanzieren. Und die Kirchen, so haben wir vernommen, wollen die zusätzlichen Einnahmen dafür nutzen, um »mehr Religion« unter die Kinder zu tragen.
 
F: Das heißt, der Senat will eine Vereinbarung treffen, aber die Öffentlichkeit ist nicht über die Inhalte informiert?............
http://www.jungewelt.de/2005/11-16/023.php


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