Weitere Pressemeldungen Kirche bis 18.05.06


(derStandard.at/24.4.2006)
"Die Sexualfeindlichkeit der Kirche ist ungebrochen"
Theologin Uta Ranke-Heinemann im derStandard.at- Interview: Kondom­verbot ist "Verbrechen an der Menschheit"
 
Bisher hat die katholische Kirche den Gebrauch von Kondomen für AIDS-Kranke oder HIV-Infizierte auch in der Ehe strikt abgelehnt. Jetzt überlegt man im Vatikan, dieses Verbot für Ehepartner aufzuheben. derStandard.at wollte von Theologie-Professorin Uta Ranke-Heinemann, einer ehemaliger Studienkollegin von Joseph Ratzinger, wissen: Wird die katholische Kirche unter Papst Benedikt XVI. liberal? Die Theologin sieht keinen Schritt Richtung Liberalismus - und kritisiert das Kondomverbot als ein "jahrzehntelanges Verbrechen in der päpstlichen Form von tödlicher Irreführung der Menschheit".
 
derStandard.at: Der Papst überlegt, die Verwendung von Kondomen bei HIV-positiven Ehepartnern zu erlauben. Kann man diese Überlegung schon als "revolutionär" oder "liberal" bezeichnen?
 
Ranke-Heinemann: Während der jetzige Papst "überlegt", was ja ein längerer Vorgang sein kann, klage ich seinen Vorgänger hier und sofort an, ein Verbrechen gegen die Menschheit begangen zu haben, klage ich Johannes Paul II. an, an Krankheit und Tod vieler Menschen die Schuld zu tragen mit seiner unsinnigen, unerbittlichen Maxime, dass Kondombenutzung in die Hölle führt, dass es besser ist, dass eine Ehefrau sich bei ihrem aidsinfizierten Ehemann ansteckt als dass sie ein Kondom benutzt.......
http://derstandard.at/?url=/?id=2423343
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Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor.
(Uta Ranke-Heinemann, Theologin)
 

 
Ist der Wüstengott ein Floh?
Vielleicht kennt ihr ja auch den Witz:
Der erste Floh hieß Joseph und kam aus Ägypten: "Joseph floh aus Ägypten."
Inzwischen ist der Floh wohl in Amerika
:
 
......Die Besiedlung der USA beginnt mit den puritanischen Pilgern. Sie verliessen Europa, weil sie die Unterordnung der Religion unter die Staatlichkeit nicht akzeptieren wollten. Sie gründeten in Amerika einen theokratischen Gottesstaat, der einen weltlichen Staat gar nicht brauchte, weil die Religionsgemeinschaft die öffentliche Ordnung garantierte. Dazu kommt der calvinistische Gedanke des Auserwähltseins, der sich schon im Diesseits, etwa im Ökonomischen, zeigt: Wohlstand ist Sinnbild der Gottgefälligkeit. Europa und die USA unterscheiden sich diametral im Verhältnis zwischen Staatlichkeit und Religion: Während die Trennung von Kirche und Staat in Europa garantieren muss, die Politik von der Religion freizuhalten, ist es in den USA gerade umgekehrt: Der Staat soll die Religion nicht daran hindern können, direkt auf die Politik Einfluss zu nehmen........
http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=xxx&artikel_id=1183861&ressort=tagblattheute/hintergrund
 

 
04.05.2006
Geld lehrt beten
Wie die amerikanische Templeton Foundation ihren Reichtum einsetzt, um die Wissenschaft auf den Weg des Glaubens zu bringen
 
Nun haben sie Europa erreicht. Die spätmodernen Ritter von der religiösen Gestalt führen ihren Kampf um die spirituelle Optimierung der Spezies auf dem Kontinent fort. Die John Templeton Foundation aus Philadelphia ist zu einem Feldzug angetreten, um das westliche Weltbild des aufgeklärten Rationalismus zu retuschieren. Ihr Ziel ist eine Bewegung gegen die säkulare Welt, ihre Methoden sind Agenda-Setting und Massensponsoring.
 
Die Foundation verfügt über mindestens 800 Millionen Dollar, von denen sie jährlich 40 Millionen in wissenschaftliche Projekte investiert, um »Kraft und Potenzial des menschlichen Geistes« erforschen und entdecken zu lassen........
http://www.zeit.de/2006/19/templeton1_xml?page=all
 

 
..sofort darüber nachzudenken..
 
02.05.2006
Kirche versus Staat
 
Die großen christlichen Kirchen genießen vorkonstitutionelle Sonderrechte ("Körperschaften des öffentlichen Rechts"). Sie dürfen die Jugend im Religionsunterricht indoktrinieren. Sie dürfen ihre Mitgliedsbeiträge durch den Staat als "Steuern" erheben lassen. Sie sitzen in machtvollen staatlichen und halbstaatlichen Gremien (Rundfunkräten), ja - sie machen sich anheischig zu bestimmen, wer Mitglied der EU werden darf. Mit diesen Privilegien gleichziehen wollen nun Islamistenvereine, Zeugen Jehovas. Die Argumente dagegen sind fadenscheinig.
 
Jüngere Äußerungen aus dem Milieu der christlichen Kirchen begründen vielmehr, dass die Zeit reif ist, diese Privilegien zu entziehen: Überragend wichtige Grundrechte des Deutschen Grundgesetzes sind die Meinungsäußerungs- und die negative Bekenntnisfreiheit. Es ist eines Jeden gutes, von der Verfassung veränderungsfest garantiertes Recht, religiösen Mummenschanz zu verachten und kritisch zu persiflieren. Das taten die dänischen Mohammed-Karikaturisten, das tut der satirische Comic "Popetown", der dieser Tage deutsche "Christen" erregt, die schon den Islamisten in treuer Solidarität beistanden bei deren Kampagnen gegen die dänischen Karikaturen. Der Generalsekretär einer christlichen Partei aus Bayern fordert für Blasphemiker härtere Straftatbestände..........
 
......... Man muss angesichts dieser Auftritte auch zahlreicher hoher Funktionäre der christlicher Kirchen daran erinnern, dass ein wehrhafter Staat Körperschaften öffentliches Rechts, die nicht auf dem Boden der Verfassung stehen, den privilegierenden Status aberkennen muss. Der organisierte Aufruf zum Verfassungsbruch aus der Mitte der christlichen "Mehrheits"-Kirchen gibt Anlass, sofort darüber nachzudenken............
http://www.taz.de/pt/2006/05/02/a0161.1/text
 

 
Interessanter Artikel:
Wider die Religion, für humanistische Emanzipation und gegen seelisch-geistige Korruption
– der Versuch eines Blicks hinter die Kulissen religiöser Verblendung –
...Religionsinhalte und -werte stellen quasi ‚per definitionem’ auf nichtbeweisbare Inhalte ab. Sie hantieren genau mit den Ängsten, Zweifeln und Unwägbarkeiten, denen sich der Mensch – aller Neugier und Kreativität, philosophischer Erkenntnisfähigkeit und wissenschaftlicher Erforschbarkeit zum Trotz – hilf- und erklärungslos gegenübersieht, seit er über ein hinterfragendes Bewußtsein verfügt. Damit reihen sich die Religionen – Mittel zum Zweck schieren Machterwerbs/-erhaltes – in die Phalanx der Ideologien ein, die - im Gegensatz zu Philosophien – nicht einen ethisch-geistigen Zugewinn, eine humanistisch orientierte Entwicklung beabsichtigen, sondern aus völlig egoistischen Motiven handeln und diese rücksichts- wie bedenkenlos einsetzen...
http://www.d-perspektive.de/zeitreport-online/philosophie/detailansicht/article/wider-die-religion-fuer-humanistische-emanzipation-und-gegen-seelisch-geistige-korruption-326/nbp/98.html
 

 
...... Am darauffolgenden Ostersonntag hätte die Klosterfrau ihren 72. Geburtstag gefeiert. Doch es kam anders. Um 8.00 Uhr wurde Sr. Margaret ermordet in der Sakristei entdeckt.
 
Die Klosterfrau war erwürgt worden. Anschließend hatte der Täter mit einem Messer 27 bis 32 Mal auf sie eingestochen.
 
Die Polizei vermutete einen Ritualmord. Die Leiche von Sr. Margaret war mit einem Altartuch überdeckt und so hingelegt worden, als ob sie vergewaltigt worden wäre.
 
Die Stichwunden am Oberkörper zeigten eine bestimmte Anordnung. Wertgegenstände wurden keine gestohlen.
 
24 Jahre blieb der Mord unaufgeklärt.
 
Doch am 23. April 2004 verhaftete die Polizei den Priester Gerald Robinson (68). Er wirkte zur Zeit der Ermordung der Klosterfrau als Kaplan des Krankenhauses und hatte bei der Beerdigungsmesse der Schwester konzelebriert.....
 
Aus dem Artikel:
25. April 2006
Ein Priester als Ritualmörder?
http://www.kreuz.net/article.3096.html
 

 
Interessant auch der Artikel:
Schwelgen in Ausrottungsphantasien
Kirchliche Jahreslosung 2006 - Rechtfertigung von Massenmord?
http://www.welt.de/data/2006/01/08/828497.html
Leider ist der Artikel inzwischen gelöscht, daher zitiere ich den Theologen dazu:
 
Jahrslosung 2006 - "Gottes" Beistand für einen Völkermörder - Kirchen entlarven sich -
"Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht" heißt ein angebliches Gotteswort an Josua in der Bibel (Josua 1, 5 b), das die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland als Jahreslosung 2006 für die Gläubigen auswählten. Unmittelbar zuvor heißt es in der Bibel: "Niemand wird dir Widerstand leisten können, solange du lebst" (Vers 5a). Worum geht es? Bereits einige Verse weiter bekommt die kirchliche Andachtsstimmung die ersten Kratzer. "Jeder, der sich deinem Befehl widersetzt und nicht allen deinen Anordnungen gehorcht, soll mit dem Tod bestraft werden" (Vers 16). Also wird hier zunächst erklärt, wie sich die eigene Bevölkerung verhalten muss: Befehle ausführen oder hingerichtet werden. Den Nachbarvölkern "stockte der Atem" (5, 1), als sie das hörten. Doch lange würden sie nicht mehr atmen können, denn bald gerieten sie selbst in Visier. Zuerst wurden die menschlichen Bewohner und die Tiere der heutigen Palästinenserstadt Jericho massakriert: "Mit scharfem Schwert weihten sie [die Soldaten unter dem Befehl Josuas] alles, was in der Stadt war, dem Untergang, Männer und Frauen, Kinder und Greise, Rinder, Schafe und Esel" (6, 21). Nicht alle befolgten jedoch den Ausrottungsbefehl, so dass wieder eine Phase innerer "Säuberungen" folgte: "Bei wem man dann etwas findet, das dem Untergang geweiht ist, der soll mit allem, was er hat, verbrannt werden ..." (7, 15.25). Dann wieder Völkermord nach außen: "Es gab an jenem Tag insgesamt zwölftausend Gefallene, Männer und Frauen, alle Einwohner von Ai. Josua aber ließ seine Hand mit dem Sichelschwert nicht sinken, bis er alle Einwohner von Ai dem Untergang geweiht hatte ... Den König von Ai aber ließ er an einem Baum aufhängen ..." (8, 25.29). Und so weiter. Alles im Auftrag des "Gottes", der dem Feldherrn Josua die Massaker befohlen hatte und ihm für seine Befehlstreue versprochen hatte: "Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht" - die Jahreslosung der Kirchen für das Jahr 2006....
http://kategorie.theologe.de/theologe8.htm#Jahreslosung
 

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29. Juni 2006
Antisemitismus spaltet Polens Kirche
Radio Maryja-Anhänger attackieren "deutschen Papst"
Ein Antisemitismus-Streit droht Polens katholische Kirche zu spalten: Nachdem der Vatikan "Radio Maryja" kritisiert hatte, greift dieser nun offen den "deutschen Papst" an.
 
Die jüngste Kritik Papst Benedikt XVI. an Radio Maryja sollte den polnischen Bischöfen helfen, energischer gegen den radikalen Sender vorzugehen. Doch nun schlagen die Anhänger von Radio Maryja zurück. Schuld an der massiven Kritik, der die "katholische Stimme in deinem Haus" seit Tagen in Polen ausgesetzt ist, sei der "deutsche Papst" im Vatikan. "Das Dritte Reich hat den Deutschen das moralische Rückgrat genommen, und das ist ihnen bis heute nicht gewachsen", sagte Boguslaw Wolniewicz in Radio Maryja.....
http://derstandard.at/?url=/?id=2411928
 

 
11. 04. 2006
Radio Maryja verspielte Millionen von Danziger-Werft-Spenden
Der umstrittene polnische Sender "Radio Maryja" hat von seinen Hörern einige Millionen Zloty gesammelt, die für die Rettung der Danziger Werft bestimmt waren. Der Direktor des katholischen Radiosenders, Pater Tadeusz Rydzyk, hat das Geld aber an der Börse verspekuliert, berichtete die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" am Wochenende.
 
Das Geld wurde in den Jahren 1997 bis 1998 gespendet. Die Sammlung war ohne entsprechende Genehmigung des Innenministeriums durchgeführt worden und wurde nie verrechnet. Nach unterschiedlichen Quellen waren auf dem Konto und an die Adresse des Senders einige zehn Millionen bis über 100 Millionen Zloty (über 26 Millionen Euro) und von 600.000 bis zu 1 Million Anteile am Nationalen Investitionsfonds eingetroffen. Laut "Gazeta Wyborcza" übergab Rydzyk alles dem Kassier des Radios, Pater Jan Krol, der das Geld vorteilhaft investieren sollte. Krol kaufte demnach zusammen mit dem Chef einer Beratungsfirma, Aleksander R., 34 Prozent Aktien des Bauunternehmens ESPEBEPE aus Szeczecin (Stettin). Die Investition war eine Niederlage. ESPEBEPE ging bankrott. Krol und sein Bevollmächtigter stiegen aus dem Börse-Abenteuer mit vier Millionen Zloty Schulden aus. Opposition fordert vom Justiminister eine Untersuchung der Causa....
http://religion.orf.at/projekt03/news/0604/ne060411_radiomaryja_fr.htm
 

 
Unter der Knechtschaft Jesu Christi
 
Erstmals arbeitet ein Buch all das auf, was kirchliche Kinderheime im Nachkriegsdeutschland als Erziehung deuteten. Nach der Lektüre segnet man jede antiautoritäre Revolte ab.
 
Die fünfziger Jahre in Deutschland waren Jahre des Wiederaufbaus nach dem grossen Krieg. Noch heute strahlt diese Ära im retrospektiven Glanz von Neuanfang und wiedergefundenem Lebensglück. Die ersten VW Käfer rollten, in rein touristischer Absicht, über die Alpen, und zwischen dem Wegräumen von Trümmern und dem Neubau von Fabriken wurden Filme gedreht, die das Herz des Volkes erwärmten. Sie hiessen «Schwarzwaldmädel», «Grün ist die Heide» oder «Sissi, Schicksalsjahre einer Kaiserin». Cornelia Froboess sang «Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein...». Das deutsche Wirtschaftswunder erschien als - zugegeben: etwas spiessige - Renaissance der goldenen zwanziger Jahre.
 
Ein schöner Mythos. Die Wirklichkeit sah anders aus. Das fing schon bei den Kleinsten an. «Der kommt ins Heim!», hörte man damals häufiger, dachte sich aber nicht viel dabei. Keine schöne Sache, gewiss, weg von den Eltern und Spielkameraden, aber auch keine Katastrophe. Es ging ja meist nur um ein paar Jahre, und wer weiss, dem einen oder anderen mochte es auf die Sprünge helfen. Informationen darüber, wie es in den Heimen zuging, drangen kaum nach aussen.
 
Was die überwiegend kirchlichen Erziehungsheime betrifft, weiss man es seit dieser Woche ziemlich genau: «Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik» heisst das Buch des Berliner Spiegel-Redaktors Peter Wensierski, das gerade erschienen ist. Schon vor der Publikation sorgte es für erhebliche Unruhe in evangelischen wie katholischen Kirchenkreisen bis hoch zu Bischöfen und Kardinälen. Grund genug gibt es. Auf den kürzesten Nenner gebracht: Jahrzehntelang herrschten skandalöse Zustände in kirchlichen und staatlichen Kinderheimen, ohne dass die Behörden eingegriffen hätten.
 
Jenseits aller Übertreibung kann hier von systematischen Menschenrechtsverletzungen gesprochen werden, physische wie psychische Folter inklusive. Sie trieb viele der jugendlichen Opfer in den versuchten oder vollendeten Selbstmord. Auch wenn man die damals herrschenden autoritären Erziehungsvorstellungen berücksichtigt, die noch überwiegend aus dem 19.Jahrhundert stammten, besteht kein Zweifel: Ein ausgeprägter und anhaltender Sadismus durchzog den Alltag jener geschlossenen Anstalten, die «gefallene Mädchen» und «schwer erziehbare» Jungen auf den Pfad der Tugend und den Weg des Herrn zurückbringen sollten.

 
Als PDF Datei: http://www.kinderohnerechte.org/medien/kinderheim/weltwoche0706.pdf
 

 
Gott vor Gericht
Justiz-Streit:
Gibt es Gott oder nicht? (diepresse.com) 13.04.2006
Ein italienischer Streit um die Existenz Gottes geht in höhere Instanz. Der Fall soll vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verhandelt werden. Ein Gerichtsverfahren um die Existenz Gottes geht in Italien auf einer höheren Instanz weiter. Zwei italienische Rechtsanwälte wollen die Causa nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg bringen. Der Fall hatte vor einigen Monaten im mittelitalienischen Dorf Bagnoregio begonnen, wo ein pensionierter Landwirt und Atheist einen katholischen Pfarrer verklagt hatte, weil dieser die Existenz Jesu Christi vertreten und damit - so die Anklage - die Gutgläubigkeit der Menschen ausgenutzt habe. Ein Gericht in Viterbo hatte den Fall im Jänner zu den Akten gelegt............
......Nun wollen die Rechtsanwälte Casciolis, Giovanni Di Stefano und Domenico Marinelli, den Fall vor den Straßburger Gerichtshof für Menschenrechte bringen. Ihrer Ansicht nach bestehen die Bedingungen, um auf europäischer Ebene den Fall zu überprüfen.(APA)
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=551838
 

 
Aktion:
Priester-Aufruhr in der Kirche (Die Presse) 15.04.2006
Gruppe um Ex-Generalvikar Schüller wirbt um Unzufriedene in Gemeinden.
WIEN (red./APA). Es dürfte kein Zufall sein, dass sich nun ausgerechnet vor Ostern ein prominent besetztes Priester-Netzwerk formiert. An der Spitze stehen bekannte kircheninterne Kritiker wie der frühere Wiener Generalvikar und Caritas-Direktor Hellmut Schüller und der Ende der 90er Jahre vom damaligen St. Pöltner Bischof Kurt Krenn abgesetzte Paudorfer Pfarrer Udo Fischer...............
Die Grundsatzerklärung trägt den Titel "Mit drängender Sorge", offenbar bewusst in Anlehnung an die Enzyklika "Mit brennender Sorge" von Papst Pius XI. im Jahr 1937 zur "Lage der katholischen Kirche im Deutschen Reich". Derzeit wird die Erklärung der Pfarrer-Initiative kirchenintern verschickt. Bis 10. Mai haben Priester die Möglichkeit, Mitglied im Netzwerk zu werden, das sich am 2. April in St. Pölten konstituiert hat.............
Vor allem die Schließung von Pfarrgemeinden und der anhaltende Priester-Rückgang versetzt die Pfarrer-Initiative in Alarmbereitschaft.......
..... Bereits 1995 hatte eine Initiative für ein Kirchenvolks-Begehren für Aufsehen gesorgt. Damals unterschrieben schließlich 505.154 Menschen das Begehren, in dem unter anderem die volle Gleichberechtigung von Frauen und die freie Wahl zwischen zölibatärer und nicht-zölibatärer Lebensform gefordert wurde.......

 

 
Bildquelle: http://www.diepresse.com/or/bilder/2006_04/priester-in-oe-306.jpg
 
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=i&id=552200
 

 
Jesus die Leiche im Keller der Kirche?
.......Selbst eingefleischte Kritiker der Kirche haben dem Papst für seine erste Enzyklika Lob gezollt.
Nicht so der protestantische Neutestamentler Gerd Lüdemann (59) und Professor für Frühes Christentum an der Universität Göttingen im Südosten von Niedersachen. Das berichtete die 'Welt am Sonntag' am 5. März.
Lüdemann war bis 1996 Professor an der Evangelischen Fakultät in Göttingen. Er verlor seinen Lehrstuhl, nachdem er unter anderem erklärt hatte, daß der auferstandene Jesus "die Leiche im Keller der evangelischen Kirche" sei.
Bisher ist Lüdemann erfolglos juristisch gegen diese Entscheidung vorgegangen.
Jetzt äußert er schwerste Bedenken gegen das päpstliche Lehrschreiben.
Sein Haupteinwand: Das Liebesgebot in den Schriften, die "angeblich vom Jesusjünger Johannes stammen", fordere nur die Bruderliebe, niemals die Nächsten- oder gar die Feindesliebe.
Darum sei der Erste Johannesbrief für das, was der Papst sagen wolle, völlig untauglich.
Der Papst verschweige damit eine "elementare historische Einzelheit", die zum Verstehen der Schriften des "Johannes" - Anführungszeichen von Lüdemann - unumgänglich sei.
Lüdemann betont auch, daß die Gemeinden des "Johannes" weit davon entfernt gewesen seien, nach jener Liebe zu leben, die der Papst heute seiner Kirche empfiehlt...........
 
Aus dem Artikel:
Der Papst kennt das kleine exegetische Einmaleins nicht
http://www.kreuz.net/article.2890.html
 

 
Priester zerstückelt schwangere Geliebte
20. Apr. 06
Der Priester kannte die Frau schon, seit sie 13 war. Später hatte er mit ihr eine Liebesbeziehung. Nun ist sie tot - erwürgt, als sie den Geliebten schwanger um Geld bat.
 
Ein katholischer Priester aus Mexiko hat seine schwangere Geliebte nach der Ostermesse getötet und ihre Leiche zerstückelt. Der 42-Jährige habe die Tat gestanden, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Demnach gab er folgenden Tathergang zu:
 
weiter bei:
http://www.netzeitung.de/vermischtes/393433.html
 

 
09.10.2003
Ein Loch ist im Kondom
Oder im Kopf? Man frage die katholische Kirche
Gestern wurde in Berlin der Weltbevölkerungsbericht der Vereinten Nationen vorgestellt, diesmal unter dem Titel "Junge Menschen - Schlüssel zur Entwicklung".
......... Der dringende Ruf nach Sexualaufklärung und Verhütungsmitteln kommt zeitgleich mit einer Meldung im Guardian ("Vatican: condoms don't stop Aids"), der zufolge die katholische Kirche in Aids-gefährdeten Ländern ausdrücklich vor dem Gebrauch von Kondomen warnt: Kondome hätten kleine Löcher, durch die das HIV-Virus hindurchschlüpfen könne.........
........Die Weltgesundheitsorganisation hat diese Propaganda mit den Worten verurteilt, dass derartige "falsche Behauptungen über Kondome und HIV gefährlich" sind, zudem angesichts einer Krankheit, die bereits mehr als 20 Millionen Menschen getötet hat. Die Kirche setze Menschenleben aufs Spiel........
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15813/1.html
 

 
Verhöhnung oder Satire?
Berlin (ddp). Der Musiksender MTV sorgt mit seiner neuen Comicserie "Popetown" für Wirbel. Nach dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) sprachen sich am Montag auch die Deutsche Bischofskonferenz und der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Joachim Herrmann, für einen Stopp des für 3. Mai angekündigten Formats aus und kritisierten eine entsprechende Printwerbung für die Sendung scharf. Die Bischofskonferenz kündigte an, Beschwerde beim Deutschen Werberat gegen die Anzeige in mehreren Programmzeitschriften einzulegen.
http://de.news.yahoo.com/10042006/336/verhoehnung-oder-satire.html
 


08.04.06
Protest im Namen des Herrn
Die religiöse Rechte ist in den USA ein wachsender Einflußfaktor. Sie setzt inzwischen Weltkonzerne wie Ford oder Mattel erfolgreich unter Druck
 
Wie ihre Firma den Zorn der fundamentalistischen Christen auf sich gezogen hat, kann sich Tiffany Bruce nicht mehr so recht erklären. "Wahrscheinlich ist es normal, daß ab einer gewissen Firmengröße Interessengruppen aufmerksam werden", formuliert die Firmensprecherin vorsichtig. Folgendes war passiert: Bruces Arbeitgeber, die Drogeriemarktkette Walgreens, hatte eine Spende für die diesjährigen "Gay Games" zugesagt - ein alle vier Jahre stattfindendes Sportereignis mit 12 000 Teilnehmern, das dieses Jahr in Chicago, 2010 in Köln ausgetragen wird...........
http://www.welt.de/data/2006/04/08/871383.html
 

 
POLITIK
Armageddon in Uganda
'Schlimmster Terrorismus in der Welt' forderte über 12.000 Tote
 
Von einer Reise in Norduganda zurückgekehrt bezeichnete der UN-Staatssekretär für Menschenrechtsfragen, Jan Egeland, die Lage dort als den "schlimmsten Terrorismus in der Welt". Gemeint sind die Folgen des Kampfes der "Lord's Resistance Army" (LRA) gegen die Zentralregierung und mehr noch gegen die lokale Bevölkerung. Die militärische Kampagne der 1987 von dem als Geistmedium angesehenen Joseph Kony gegründeten LRA hat inzwischen über 12.000 Tote gefordert. Darüberhinaus wurden von der LRA rund 20.000 Kinder entführt.....
http://www.weltexpress.info/index.php?artikel_id=2384&rubrik=2&lan=de
 
Dorfbewohner in Kamerun spendeten für Opfer von "Katrina"
"Sie sahen Bilder vom Wirbelsturm im Fernsehen"
Baton Rouge - Fünf Dorfälteste aus Kamerun haben im US-Bundesstaat Louisiana eine Spende für die Opfer des Hurrikans "Katrina" überbracht. Sie übergaben dem Senat von Louisiana eine Summe von 868 Dollar (705 Euro), gesammelt bei 3.000 Dorfbewohnern. Manche Bewohner gaben zwei Cents, andere bis zu fünf Dollar - bei einem durchschnittlichen Tagesverdienst von 45 Cents (0,365 Euro) am Tag.
 
"Sie sahen Bilder vom Wirbelsturm im Fernsehen", sagte der Abgeordnete Robert Adley. "Sie dachten, ganz Louisiana wäre zerstört und waren sehr erschrocken." Die Reise der Dorfältesten wurden von Kirchengemeinden in den USA finanziert. (APA/AP)
http://derstandard.at/?url=/?id=2407148
_______________________________
 
Die Kirche hat einen guten Magen,
hat ganze Länder aufgefressen
und doch nie sich übergessen;
die Kirch' allein, meine lieben Frauen,
kann ungerechtes gut verdauen.
(Goethe, Faust)
 


05/04/2006
Indonesien: Todesurteil gegen drei Katholiken bestätigt
Die Justizbehörden halten an der Todesstrafe gegen drei Katholiken fest. Die Hinrichtung solle noch im Lauf des Monats April vollstreckt werden, berichtet die Nachrichtenagentur asianews. Den drei Katholiken wird die Teilnahme an blutigen Unruhen im Jahr 2000 auf Sulawesi vorgeworfen. Auch Moslemvertreter fordern eine Begnadigung der Verurteilten. Auf Sulawesi befürchten Christen, dass es nach einer Hinrichtung der drei Katholiken zu neuen Unruhen kommen könnte. (asianews 05.03.06 sk)
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=73549
 

 
31.03.2006
FÜRBITTEN FÜR KRANKE
Beten bis zum Tod
Wirken Gebete positiv auf die Genesung Kranker? Nein, haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Die Anrufung Gottes kann sogar schädlich sein: Weiß der Kranke von den Fürbitten, kann sich dadurch sein Komplikationsrisiko erhöhen....
 
...Fürbitten oder nicht - der Unterschied ist gering
Für skeptisch gesinnte Wissenschaftler dürfte das Hauptergebnis der Studie nicht überraschend sein: In Gruppe eins traten bei 52 Prozent der Patienten Komplikationen auf, bei Gruppe 2 waren es 51 Prozent. "Kein Einfluss auf die komplikationsfreie Genesung", mussten die Autoren der Studie einräumen. Viele von ihnen gehören zu jenen Medizinern, die prinzipiell messbare Heilfortschritte durch spirituelle Praktiken für möglich halten.
 
Ihnen muss der Vergleich zwischen Gruppe eins (in Gebete eingeschlossen, aber nicht informiert) und Gruppe drei besonderes Unbehagen bereiten: 59 Prozent der Patienten, die über die Fürsprache durch fremde Gläubige informiert waren, erlitten Komplikationen - mehr als alle anderen.......
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,409005,00.html
 

 
Apr, 2006
Bayern gibt Million an Kirche für Papst-Haus
Beim Erwerb des Geburtshauses von Papst Benedikt XVI. kann die katholische Kirche auf kräftige staatliche Unterstützung zählen. Das Geschäft veranlasst selbst einen CSUler zu "leichter Kritik"....
 
Der Freistaat Bayern bezuschusst den Kauf des Geburtshauses von Papst Benedikt XVI. im oberbayerischen Marktl am Inn mit einer Million Euro. Gegen den Widerstand von SPD und Grünen billigte der Haushaltsausschuss des Landtags am Mittwoch mit den Stimmen der CSU einen entsprechenden Posten im Nachtragsetat 2006.
 
Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) sagte, der Freistaat trage so dazu bei, dass das Haus nicht in falsche Hände gerate. SPD und Grüne konterten, der Ankauf des Hauses sei eine kirchliche, keine staatliche Aufgabe.
http://www.netzeitung.de/spezial/derpapst/390778.html
 

 
05. April 2006
Vatikan: Keine Lehrerlaubnis bei Vorsitz von ,Wir-sind-Kirche'
Ein Religionslehrer aus dem Bistum Regensburg hatte einen hierarchischen Rekurs eingelegt. Er wurde nun zurück gewiesen.
Regensburg Die vatikanische Kleruskongregation hat den hierarchischen Rekurs eines Religionslehrers zurück gewiesen, dem die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen war, da er Vorsitzender einer regionalen Abteilung von "Wir-sind-Kirche" war. Paul Winkler lehrte katholischen Religionsunterricht im Bistum Regensburg. Gleichzeitig hatte er den Vorsitz in der regionalen Abteilung der kirchenkritischen Gruppierung "Wir-sind-Kirche".....
....Die Forderungen, die "Wir-sind-Kirche" verfolge, widersprächen zum Teil der kirchlichen Lehre und stünden in offenem Gegensatz zur kirchlichen Ordnung. Daher "stellt nach Einschätzung dieses Dikasteriums der Vorsitz bei einer regionalen Abteilung dieser Gruppe einen hinreichenden Tatbestand für einen Missio-Entzug dar".
Winkler habe die Möglichkeit gehabt, "seine eigene Sichtweise darzulegen und den Verlust der Missio canonica zu vermeiden, in dem er auf eine künftige Kandidatur als Vorsitzender von ,Wir-sind-Kirche' verzichte", teilte das Bistum mit......
http://www.kath.net/detail.php?id=13303
 
Wir sind Kirche -Regensburg:
http://www.wsk-regensburg.de/
 

 
Vandalenakt 05.04.2006
Kirche in Hohenems verwüstet
Vandalen haben letzte Woche am Donnerstag die Hohenemser Kirche St. Karl verwüstet. Noch gibt es keine Hinweise auf die jugendlichen Täter.
Müll verstreut
Wände und Türen wurden durch Fußtritte schwer beschädigt. Zudem wurden Chips und Müll in der Kirche verstreut sowie die Gesangsbücher mit unsittlichen und beleidigenden Aussagen verschmiert.
http://vorarlberg.orf.at/stories/100802/



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