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Verwandte Themen hierzu findet man auch auf folgenden Seiten: Die Debatte um den freien Willen (interessante wissenschaftliche Forschungsergebnisse) Eine erweiterte Informationstheorie hier verlinkt zu Heisenbergs Unschärferelation Diese Seite wurde am 16.Dezember 2008 aktualisiert. Der ursprüngliche Betrag zum Einsteinjahr 2005 beginnt ab dem Bild von Einstein. In diversen Debatten stelle ich imer wieder fest, daß Konservative, christliche Rechte und extrem Rechte Kräfte in dieser Gesellschaft mit Einstein nichts anfangen können, ja seine Forschungen sowie ihn als Mensch grundsätzlich ablehnen und an den Lichtäther und ähnliche Dinge glauben. Daher gehe ich hier darauf ein. Wenn es auch so ist, daß verschiedene Leute lieber Absolutismus predigen wollen, so denke ich trotzdem, daß man manches in Relation, oder gar relativistisch sehen darf. :-) Aus diesem Grund möchte ich hinweisen auf diejenigen Dinge, die zuvor "in der Luft lagen", und die Enstein nur aufgegriffen hat und von denen er ausgegangen ist. Mitte der 80-er Jahre (1887) brach nämlich der Glaube an den Lichtäther zusammen. Michelson und Morely mit ihrem gleichnamigen Experiment versuchten damals die Drift der Erde im Lichtäther experimentiell nachzuweisen. Das Experiment mißlang. Es zeigte sich im Gegenteil: Es gibt keinen Äther. Außerdem ist dabei aufgefallen, daß die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum eine Konstante ist. (Wenn wir beispielsweise mit einem Raumschiff mit fast Lichtgeschwindigkeit fliegen würden, und es kommt ein ebensolches Raumschiff entgegen, so müßte man eigentlich annehmen, daß das Licht von dem anderen Raumschiff mit fast doppelter Lichtgeschwindigkeit bei uns ankommt. Dem ist aber nicht so. Es ändert sich nur die Farbe, die Frequenz, also die Energie des Lichts.) Aus diesen einfachen Ergebnissen leitete Einstein dann seine Relativitätstheorie ab. Vielleicht lachen wir heute über so etwas. Aber wie kam es überhaupt zu einer solchen "Gotteslästerung"?? Die Existenz eines absoluten Lichtäthers einfach in Frage zu stellen? Frechheit, oder? War doch die Welt so schön einfach strukturiert. Das Problem ist, daß der Äther mit der Elektrotechnik einen Konflikt hat. Dazu zitiere ich noch einmal aus wikipedia: Der Ätherbegriff war bis ins 20. Jahrhundert eine allgemein anerkannte physikalische Grundvorstellung. Mit der Entwicklung der Elektrodynamik und insbesondere durch die Maxwell'schen Gleichungen, die Maxwell 1861 bis 1864 entwickelt hatte, rückte der Ätherbegriff wieder in den Blickpunkt physikalischer Theoriebildung. Der Äther wurde dadurch zum Träger aller elektrodynamischen Phänomene einschließlich der Optik. Heinrich Hertz (1856-1894) brachte die zeitgenössische Ansicht auf den Punkt: "Nehmt aus der Welt die Elektrizität, und das Licht verschwindet; nehmt aus der Welt den lichttragenden Äther, und die elektrischen und magnetischen Kräfte können nicht mehr den Raum überschreiten." (Gesammelte Werke, Bd.1., Leipzig 1895, S. 339.) Zweifel an der Existenz des Lichtäthers Das Konzept an sich wies schon die Schwäche auf, dass der Äther einerseits Eigenschaften eines starren Körpers haben musste, um die Schwingungen des Lichts aufnehmen zu können, andererseits aber Eigenschaften einer Flüssigkeit zeigen musste. Untersuchungen zur Äthertheorie hatten zwischenzeitlich zu der Annahme geführt, dass der Ätherstoff etwa 1,5 · 1011 mal leichter sein müsse als atmosphärische Luft. Beim Interferenzversuch von Michelson und Morley 1887 (siehe auch Interferometer) wurde festgestellt, dass die Geschwindigkeit der Erde (an der Erdoberfläche) relativ zum vermuteten Lichtäther gleich null ist. Daraus erwuchsen erste Zweifel an der Existenz eines Lichtäthers. Maxwell selbst, Lord Kelvin (1824-1907), Philipp Lenard (1862-1947) und viele andere versuchten mit teilweise aufwändigen Experimenten, die Elektrodynamik als Wirkungen verborgener mechanischer Kräfte im Äther nachzuweisen. Nachdem dies nicht gelang, versuchten die Physiker, die Mechanik in das System der Elektrodynamik einzubeziehen. Dadurch entstanden teilweise fantastische Hypothesen über die Ätherkonstitution,.... ...So witzelte Max Born 1920: »Wollte man sie wörtlich nehmen, so wäre der Äther eine fürchterliche Maschinerie von unsichtbaren Zahnrädern, Kreiseln und Getrieben, die in der verwickeltsten Weise ineinander greifen, und von all dem Wust wäre nichts zu merken als einige relativ einfachen Kräfte, die als elektromagnetisches Feld in Erscheinung treten.« (Born 1920, S. 136.).... http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ther_%28Physik%29 Einsteinjahr 2005
Bildquelle: http://www.astronomija.co.yu/teorije/mmuniverzum/slike/einstein.jpg Heuer wird das Einsteinjahr gefeiert, nachdem die Relativitätstheorie 100 Jahre alt geworden ist. Hierzu einige Gedanken: Ein Inertialsystem ist ein System, in dem das Trägheitsgesetz gilt. Ein Inertialsystem ist ein geschlossenes System. Diese Definitionen aus der Physik sind Voraussetzungen, auf denen Einsteins Relativitätstheorie aufgebaut ist. Ein Stein wird für sich alleine im leeren Raum (in einem geschlossenem System) betrachtet. Wenn ich diesen Stein nun anstoße, so wird er sich aufgrund seiner Trägheit für immer und ewig mit gleicher Geschwindigkeit auf einer geradlinigen Bahn fortbewegen, ohne jemals seine Richtung zu ändern. Das ist der Inhalt dieser Definition. Es gibt kein Inertialsystem. Es wird auch niemals eines geben können. Es ist eine theoretische Abstraktion, welche für mathematische Folgerungen einen Sinn ergibt, jedoch wird unser Stein in Wirklichkeit unweigerlich mit anderen Kräften und Gegenständen in Wechselwirkung treten, und keinesfalls wird er sich nur seiner eigenen Trägheit gemaß bewegen. Ich übertrage nun dieses Bild auf das menschliche Denken, denn mir ist aufgefallen, daß unser Denken daran gewöhnt ist, Dinge auf diese Art, nämlich abgetrennt vom Rest der Welt zu betrachten. Das Denken geht sogar soweit, sich selbst so zu betrachten. Man nennt dies das mechanistische Weltbild. Meine These ist nun, daß aus ebendiesem Grund das menschliche Denken sich nur noch nach dem Gesetz seiner eigenen Trägheit fortbewegt. Und jetzt einige Einstein-Zitate: Ein menschliches Wesen ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein durch Raum und Zeit begrenzter Teil. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas von allem anderen Getrenntes - eine Art optische Täuschung seines Bewußtseins. Albert Einstein, Physiker (1879-1955) An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs. Jeder handelt nicht nur unter äusserem Zwang, sondern auch gemäss innerer Notwendigkeit. (Albert Einstein, Physiker (1879-1955) aus: Meine Weltsicht) "Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorstellen mag, daß die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut von ihm zum ersten Mal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen ..." Albert Einstein, Physiker (1879-1955) Gott würfelt nicht! Albert Einstein, Physiker (1879-1955) Das ethische Verhalten des Menschen ist wirksam auf Mitgefühl, Erziehung und soziale Bindung zu gründen und bedarf keiner religiösen Grundlage. Es stünde traurig um die Menschen, wenn sie durch Furcht, durch Strafe und Hoffnung auf Belohnung nach dem Tode gebändigt werden müssten. Es ist also verständlich, dass die Kirchen die Wissenschaft von jeher bekämpft und ihre Anhänger verfolgt haben. (Albert Eistein, Physiker, 1879-1955) Was uns der Erfindergeist der Menschen in den letzten hundert Jahren geschenkt hat, vermöchte das Leben sorglos und glücklich zu gestalten, wenn die organisatorische Entwicklung mit der technischen hätte Schritt halten können. So aber nimmt sich das mühsam Errungene in der Hand unserer Generation aus wie ein Rasiermesser in der Hand eines dreijährigen Kindes. Der Besitz von wunderbaren Produktionsmitteln brachte nicht Freiheit, sondern Sorge und Hunger. ... Der Widerstand gegen den unbedingt notwendigen Fortschritt liegt in unglücklichen Traditionen der Völker, die durch den Erziehungsapparat wie eine Erbkrankheit von Generation zu Generation fortgeschleppt werden. Albert Einstein, Physiker (1879-1955) Hier die eher prophetischen Aussagen: Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher. Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen. "Es gibt weder große Entwicklungen noch wahre Fortschritte auf dieser Erde, solange noch ein unglückliches Kind auf ihr lebt." Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will. Albert Einstein, Physiker (1879-1955) Weiteres: Wie kommt es eigentlich, daß Plakate aufgetaucht sind, die Einstein mit herausgestreckter Zunge zeigen, und daneben ist die Hiroshima-Atompilz zu sehen? Ich meine, man kann diese Problematik auch unter diesem Aspekt sehen: Einstein wollte als Jude dringend aus Deutschland weg und suchte einen Job in seinem Fachgebiet in Amerika. Hier sind die Briefe, die Einstein an Roosevelt geschrieben hat: http://hypertextbook.com/eworld/einstein.shtml Es könnte möglich sein, daß wir Heisenberg zu verdanken haben, daß wir überhaupt geboren wurden. Die zwielichtige Rolle, die er bei der Nichterfindung der Atombombe spielte, bleibt allerdings gut verschleiert, denn er hätte sich wohl in Lebensgefahr gebracht, wenn das herausgekommen wäre. (Wenn man sich dieses Zitat ansieht:) Ein Fachmann ist ein Mann, der einige der größten Fehler kennt, die man in dem betreffenden Fach machen kann, und sie deshalb zu vermeiden versteht. (Werner Heisenberg, dt. Atomphysiker, 1901-1976) Ein weiteres interessantes Zitat von Heisenberg: "Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott." (Werner Heisenberg, dt. Atomphysiker, 1901-1976) Hier spielt für meinen Begriff Heisenbergs Unschärferelation eine wichtige Rolle. Eine entscheidende Entdeckung. Wer das noch nicht kennt, kann hier weiterlesen: Ein kurzer Abriß von Heisenbergs Unschärferelation Aber zurück zu Einstein: Immer wieder gibt es Leute, die der Meinung sind, Einsteins Relativitätstheorie wäre völliger Humbug und/oder habe überhaupt keine Bedeutung oder Gültigkeit. Die Theorie kann man sich ja selbst suchen, sie ist durchaus wert, daß man darüber nachdenkt. Aber es gibt einige Beobachtungen, die als Beweise gelten: Es gibt Mesonen, das sind radioaktive Teilchen, die eine sehr kurze Lebensdauer haben, und dann zerfallen, nach einer Zeit von 10 hoch -4 Sekunden, soviel ich mich erinnere. Diese Teilchen sind sehr schnell, also in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit. Nun hat jemand einfach geschaut: wie weit kommen die Teilchen eigentlich? Eine Versuchsreihe mit Geigerzählern wurde aufgestellt, und es wurde ermittelt, daß diese Teilchen ungefähr 10x so weit kommen, als sie eigentlich könnten mit ihrer Lebensdauer. Dies gilt als Beweis für die These: Bewegte Uhren gehen langsamer. Ein weiteres Beispiel betrifft die Elektronenstrahlröhre. (Den Fernseher, oder Computermonitor, hat bestimmt schon mal einer von Euch gesehen) Ein Elektron auf seinem Weg von der Kathode zur Bildschirmfläche, wo dann der Punkt aufleuchten soll, muß abgelenkt werden, damit dann zeilenweise das Bild sichtbar wird. So ein Elektron ist auch sehr schnell. Man wunderte sich, wieviel magnetische Ablenkkraft man brauchte. Man rechnete nach, Ladung und Gewicht eines Elektrons sind ja bekannt, es ist etwa 10 x mehr Kraft, als es sein müßte. Dies gilt als Beweis für die relativistische Massenzunahme. Wir haben das schon in der Schule gelernt. Zum Glück war ich nicht auf dem Gumminasium von Pisa. (Another Brick in the wall.) Weitere Einstein-Zitate: Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher, und die Deutschen, ich sei Jude. Das Denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen. Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch. Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden einig sind, ist ein verlorener Abend. Geniale Menschen sind selten ordentlich, ordentliche selten genial. Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem Schaf sein. Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schulbildung, sondern des lebenslangen Versuchs, sie zu erwerben. Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen. (Alle Zitate: Albert Einstein, dt.-am. Physiker, 1879-1955) Ach ja, ehe ichs vergesse: Eigentlich sollte man Scientology verbieten, mit seinem Konterfei zu werben, was meint ihr? |