Die Christen erwarteten das Ende der Welt, der Geschichte. Christus selbst prophezeit in der Bibel, allen Lügen und Sophismen unserer Exegeten zum Trotz, klar und deutlich das nahe Weltende.
(Ludwig Feuerbach, Philosoph 1804-1872)

 
Eschatologie

 
"Das Eschaton immanentisiern", wer erinnert sich nicht an diesen Ausspruch von Robert Anton Wilson in seiner Illuminatus-Trilogie?
 
Der Begriff kommt vermutlich nicht, wie vielleicht einige glauben, von Äschern, sondern von Eskalation und und steckt möglicherweise auch in dem Wort Escalator (Krise als Chance sozusagen).
Im Grunde ist das nichts Neues, schon die alten Ägypter......
 
Was ist dran? Die Zeit der Kriege und Hungersnöte endet nicht. Trotz dauernder gegenteiliger Versprechen, aber Gründe für Kriege gibt es jeden Tag neue. Weiterhin wird gegen den Willen der meisten Menschen am Raubtierkapitalismus festgehalten, und mögen die Skandale noch so groß sein, es ändert nichts.
 
Kritiker sind Menschen, denen es darum geht, aufzuzeigen, daß etwas schiefgehen könnte, wenn man so weitermacht wie bisher. Natürlich liebt man solche Leute nicht, mir scheint sogar, sie müssen sich sehr gut verstellen können, alleine um ein normales Leben führen zu können. Man hat sogar eigene Ideologien dafür geschaffen um sich Kritiker vom Halse zu schaffen. Zum Beispiel führt das "positive Denken" perverserweise dazu, daß Unzufriedenheit einfach zum Tabu erklärt wird.
 
Ich schätze, daß es immer in Zeiten starker Veränderungen besonders viele solche Stimmen gegeben hat, vor allem, weil die Veränderungen fast immer in eine bestimmte Richtung gingen. Vermutlich sind es immer Leute gewesen, die sich einen schonungslosen Rundblick erlauben, Stück für Stück ein Mosaik zusammensetzen, bis sich schließlich ein erster Blick auf das ungefähre Gesamtbild ergibt, der dann auch oft als "mystische Schau" bezeichnet wird, weil sich dieses Bild natürlich nicht mit ein paar Worten vermitteln läßt.
 
Natürlich kann niemand wissen, wann genau sich "Eskalation" ereignet, es erscheint aber logisch, daß sie eintritt, wenn kein wesentliches Umdenken stattfindet (Tatsache ist ja auch, daß der Mensch sich nur dann ändert, wenn ihm absolut keine andere Möglichkeit bleibt). Und wenn ein Umdenken in Teilbereichen geschieht, wie es sicherlich öfters auch der Fall war, dann kann sich möglicherweise auch einiges verändern oder verzögern.

 
Außerdem hat sich merkwürdigerweise in der Geschichte gezeigt, daß veränderungsträchtige oder umstürzlerische Zeiten oft mit irgendwelchen Zeichen am Himmel oder an der Sonne zusammenfallen. Siehe auch z.B. hier:
http://www.bernstein-berlin.de/fach_bereiche/physik/projekte/ph_beleg_klasse12_polarlichter/polar3.htm
 
Nun möchte ich einmal eine realistische Einschätzung versuchen, warum ungünstige Ereignisse eintreten könnten:
 
Eine Aufstellung von Gründen:
 
1. Wirtschaftliche und politische Gründe:
Das Zins- und Kredit(Un-)wesen, das für meinen Begriff ursächlich Gier und Geiz künstlich erschafft, bringt die Korruption zur herrschenden Macht. Psychologie und Theologie hingegen sind davon überzeugt, daß der Mensch schlecht ist, und "verbessert" werden muß. Auf diese Weise stellt man alles auf den Kopf um alle Fehler und Skandale dem "kleinen Mann" aufzubürden, dem keinerlei Möglichkeit mehr bleibt, sich zu wehren. Gleichzeitig versuchen die meisten Religionen und sogar wissenschaftliche Thesen das Weltgeschehen als vorherbestimmt darzustellen. Beispiele: Der Laplace`sche Dämon, der Bibelcode, die Astrologie, die Kabbala, die Reinkarnation, und alles ist in Gottes Hand.....
Ideologien versagen grundlegend. Leider handelt die Politik auch mit Ideologien. Rechte und linke Politiker hetzen die Leute gegeneinander auf, anstatt sinnvoll zusammenzuarbeiten.
Der Kommunismus hat den besitzlosen Menschen zum Ziel, und der Kapitalismus bringt uns mehr und mehr den besitzlosen Staat. Ist es so?
 
Tatsächlich sieht man den Zins ungern als ursächliches Problem. Tatsache bleibt aber, daß Guthabenzinsen eigentlich immer im einstelligen Bereich und Kreditzinsen (zum Beispiel für überzogene Girokonten) im zweistelligen Bereich rangieren. Außerdem verdienen Banken an allem, auch in der größten Krise. An jeder Spekulation, an jedem Spendengeld usw. Und die Kreditkrise setzt noch eins drauf. Zumindest hier müsste doch ein Umdenken stattfinden. Aber leider wieder: Fehlanzeige.
 
Armut ist nicht nur verpönt, sondern auch verboten. Wer kein Geld hat, der hat gute Chancen, im Gefängnis zu landen. Mafiöse Kreise versuchen den Kampf gegen die Armut umzudeuten in einen Krieg gegen die Armut. Fast scheint es, man versucht absichtlich die Armut zu ghettoisieren, und wenn dann Seuchen ausbrechen, dann hat die Gesellschaft endlich einen guten Grund die Armut auszurotten. Etwaige Aufständische aus den Ghettos fallen unter den Bereich: "Krieg gegen den Terror". So ungefähr gehen wir mit Armut um.
 
2. Rüstung ist ein wichtiger Wirtschaftszweig und schafft Wachstum in schlechten Zeiten. Die Rüstungsmafia ist eine der Schlimmsten. Das wäre ein ganz eigenes Thema. Genug Waffen, um die Erde mehrmals zu vernichten....
 
3. Globale Umwelt- und Witterungsbedingungen:
Weil der einzig akzeptable Gott Dagobert Duck heißt, interessiert sich niemand wirklich für die Klimakatastrophen und Extremwetterlagen, die nicht nur in Hurricane, Trockenheiten, Waldbränden, globale Entwaldung und Raubbau münden, sondern auch zu Kälteperioden, Schneekatastrophen usw. Leider nutzt man auch diese Dinge nicht zu einem Umdenken, sondern wie üblich dazu, dem Bürger verstärkt das Geld aus der Tasche zu ziehen, sowie an die Allmacht der Hochtechnologie zu apellieren. Ganz abgesehen von der Umweltverschmutzung und der chemischen und radioaktiven Belastungen durch verschiedene Konzerne.
 
4. Die pharmakologiosche Katastrophe:
Die Propagierung einer Chemie und Medizin, die teuer ist und in vielen Fällen nichts bringt, wird bei gleichzeitiger, absichtlicher profitorientierter Unterdrückung von alternativen Heilmethoden soweit vorangetrieben, daß die Leute immer kränker werden, das Gesundheitssystem zusammenbricht, und die Leute sterben wie die Fliegen. Wer kennt heute nicht selbst mindestens ein Opfer der "Krebstherapie", das kurz nach der Chemotherapie verstarb?
Funktioniert die technische Medizin mehr und mehr nach dem Prinzip: Schlage den größtmöglichen Profit aus dem Leiden deines Nächsten nach den Regeln des dynamischen Wettbewerbs?
 
Öl, Pharma und Chemie hängen eng zusammen. Seit 40 Jahren erzählt man uns, daß in 30 Jahren das Öl ausgeht, doch heute kommt man davon ab. Es wird behauptet, daß ständig unendlich viel neues Öl gefunden wird, und es wird sogar bezweifelt, daß Ölvorkommen endlich sein könnten. Wem nützt es? Den Börsenkursen und Immobilienwerten, dem goldenen Kalb, dem alles untergeordnet wird?
 
5. Psychische Gründe:
Angst und Haß sind, wie es scheint, die einzigen Beweggründe, warum überhaupt etwas geschieht auf der Welt. Angst muß sein, das meint auch die Kirche. Angst ist reaktionär im Sinne von "Reaktion". Man reagiert nur und darin liegt kein freier Wille.
 
Alle vorstehenden Gründe sind geeignet, breiten Massen die Lebensgrundlage zu entziehen und sorgen dafür, daß leicht Seuchen ausbrechen können.
 
6. Geheimhaltung:
Wir werden im unklaren gelassen über die ( u. a. auch technologischen) Möglichkeiten der Supermächte, und dieses Thema ist eines, über das man eigentlich nirgends offen sprechen kann, weil die Dinge, die sich da erschließen, so unglaublich sind, daß man normalerweise sofort für verrückt erklärt wird, wenn man das nur anspricht.
 
Und daß sich an diesen Dingen mit Sicherheit nie etwas ändern kann, darüber wachen unsere Klerikal-Faschisten. *gg*
 
Ist es so, oder nicht?
Warum eigentlich klingt "Armen-Ghetto" eigentlich ein wenig wie Armageddon?

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