Die Fackel (Karl Kraus)

 
Wir befinden uns kurz vor dem 1. Weltkrieg in Wien. Karl Kraus gibt die Zeitschrift "Fackel" heraus, die ab 1899 erscheint.
 
Die Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält.
(Karl Kraus 1874-1936, Publizist, Schriftsteller)
 
....Im Jahr 1902 wurde mit dem Aufsatz Sittlichkeit und Kriminalität Kraus' erster Beitrag zu einem der großen Themen seines Wirkens verfasst: der zum Schutz der Sittlichkeit vermeintlich gebotenen Verteidigung der Sexualmoral mit justiziellen Mitteln..... http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Kraus
 
Hier eine recht spannende Seite aus der Fackel im Mai 1905:
 

 
Bildquelle: http://alo.uibk.ac.at:8180/filestore/servlet/GetFile?id=FGEKPRUEYDCVQCOPZKBU&convert=image/gif&scale=3

 

 
Er kommt nicht damit durch.
Später, nach dem Krieg schreibt er Das Drama:
Die letzten Tage der Menschheit
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_letzten_Tage_der_Menschheit
 

 
Die stärkste Kraft reicht nicht an die Energie heran, mit der manch einer seine Schwäche verteidigt.
(Karl Kraus)
 
Gedanken sind zollfrei, aber man hat doch Scherereien.
(Karl Kraus)
 
Eine der verbreitetsten Krankheit ist die Diagnose.
(Karl Kraus)
 
Erotik ist die Überwindung von Hindernissen. Das verlockendste und populärste Hindernis ist die Moral.
(Karl Kraus)
 
Ein Psychiater ist ein Mann, der sich keine Sorgen zu machen braucht, solange andere Menschen sich welche machen.
(Karl Kraus)
 
Die Entwicklung der Technik ist bei der Wehrlosigkeit vor der Technik angelangt...
(Karl Kraus)
 
"Krieg ist zunächst die Hoffnung, dass man selbst besser abschneidet; als nächstes die Erwartung, dass der andere schlechter dasteht; dann die Genugtuung, dass der andere nicht besser abschneidet; und schließlich die Überraschung, dass alle schlechter dastehen als vorher."
(Karl Kraus)
 
Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Mißtrauensvotum gegen den lieben Gott.
(Karl Kraus)
 
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. man muß auch unfähig sein, diese auszudrücken
(Karl Kraus)
 

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