|
Uta Ranke- Heinemann, Theologin
Uta Ranke-Heinemann war die erste Frau der Welt, die eine Professur für katholische Theologie erhielt (1970) und die erste Frau der Welt, die sie wieder verlor (1987), weil sie an der Jungfrauengeburt zweifelte. Ihre beiden Bücher "Eunuchen für das Himmelreich. Katholische Kirche und Sexualität" und "Nein und Amen. Mein Abschied vom traditionellen Christentum" sind internationale Bestseller. - Jetzt wesentlich erweitert Heyne-Taschenbücher 2004/2006. Die Tochter des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann kandidierte als Bundespräsidentin gegen ihren Neffen Johannes Rau. "Die Sexualfeindlichkeit der Kirche ist ungebrochen" Theologin Uta Ranke-Heinemann im derStandard.at- Interview: Kondomverbot ist "Verbrechen an der Menschheit" Bisher hat die katholische Kirche den Gebrauch von Kondomen für AIDS-Kranke oder HIV-Infizierte auch in der Ehe strikt abgelehnt. Jetzt überlegt man im Vatikan, dieses Verbot für Ehepartner aufzuheben. derStandard.at wollte von Theologie-Professorin Uta Ranke-Heinemann, einer ehemaliger Studienkollegin von Joseph Ratzinger, wissen: Wird die katholische Kirche unter Papst Benedikt XVI. liberal? Die Theologin sieht keinen Schritt Richtung Liberalismus - und kritisiert das Kondomverbot als ein "jahrzehntelanges Verbrechen in der päpstlichen Form von tödlicher Irreführung der Menschheit". derStandard.at: Der Papst überlegt, die Verwendung von Kondomen bei HIV-positiven Ehepartnern zu erlauben. Kann man diese Überlegung schon als "revolutionär" oder "liberal" bezeichnen? Ranke-Heinemann: Während der jetzige Papst "überlegt", was ja ein längerer Vorgang sein kann, klage ich seinen Vorgänger hier und sofort an, ein Verbrechen gegen die Menschheit begangen zu haben, klage ich Johannes Paul II. an, an Krankheit und Tod vieler Menschen die Schuld zu tragen mit seiner unsinnigen, unerbittlichen Maxime, dass Kondombenutzung in die Hölle führt, dass es besser ist, dass eine Ehefrau sich bei ihrem aidsinfizierten Ehemann ansteckt als dass sie ein Kondom benutzt....... Leider inzwischen nur noch mit Abbonnement zu lesen: http://derstandard.at/?url=/?id=2423343 Drei Zitate von Uta Ranke-Heinemann aus dem sehr langen Artikel: http://www.jungewelt.de/2006/09-09/019.php .....Angesichts dieser AIDS-Tragödien klage ich die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. an wegen jahrzehntelangen Verbrechens in Form von tödlicher Irreführung der Menschheit. Ich klage sie an, an Krankheit und Tod vieler Menschen die Schuld zu tragen mit ihrer unsinnigen, unerbittlichen Behauptung, daß Kondome Löcher hätten und in die Hölle führten. Ich verlange vom Vatikan, allen betroffenen Ehefrauen Afrikas und weltweit die medizinische Versorgung zu finanzieren und ihnen und ihren Familien Schadensersatz zu leisten. Die Pädophilieskandale haben die Kirche viel Geld gekostet. Ich sehe nicht ein, wieso HIV-Infizierung und Tötung von Ehefrauen nicht ebenfalls finanzielle Folgen für die Verursacher haben sollten..... (Uta Ranke-Heinemann) ...Als Ratzinger dann Papst wurde, freute ich mich aufrichtig. Aber sehr schnell mußte ich feststellen, daß die Unfehlbarkeit der Vorgängerpäpste das selbständige Denken der Nachfolgerpäpste lahmlegt. Ein Papst ist dazu verdammt, der ewig Gestrige zu bleiben. Reformen in der katholischen Kirche waren immer Rückschritte in Richtung Frauen- und Sexualfeindlichkeit.... (Uta Ranke-Heinemann) Zölibat und Jungfrauenkult Daß die Reformation Luthers vor allem eine riesige Antizölibatsbewegung war, hören die Theologen allerdings nicht gern. Für die evangelischen Theologen lag der Unterschied Luthers zur Papstkirche in der Rechtfertigungslehre, die aber den normalen Christen heute nicht mehr interessiert und von der er nicht einmal mehr weiß, was sie eigentlich bedeutet. Für die katholischen Theologen damals und heute spielte die Zölibatsfrage bei den Abspaltungen keine Rolle, sie gehört für sie gar nicht zur Sache - dafür aber sehr wohl zur Nebensache, an der sie, jedenfalls in der Vergangenheit, jede Einigung scheitern ließen. (Uta Ranke-Heinemann) siehe auch: http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/papst_und_die_loechrigen_Kondome.html Artikel vom 07. September 2007: Uta Ranke-Heinemann im derStandard.at- Interview: "Ja, der Papst ist radikal" Die Theologin über die "Frauen- und Sexualfeindlichkeit" von Benedikt XVI. und Proteste gegen ihn...... .....derStandard.at: Kritische TheologInnen wie Sie oder Leonardo Boff wurden vom Lehramt ausgeschlossen, Radikale wie der Chef von "Radio Maryja" dürfen bleiben. Wie radikal ist Kirchenführung mittlerweile? Ranke-Heinemann: Seit Johannes Paul II. ist Christentum völlig zum Marientum geworden. Wer wie ich an der Jungfrauengeburt zweifelt, wird exkommuniziert. Ja, der Papst ist radikal, wie man an seiner Regensburger Rede sieht, in der er sich vom Inquisitor zum Kreuzritter entwickelt. Ein Radiosender, der Marientum und Kreuzrittertum verbindet, ist deswegen ideal...... .....Ranke-Heinemann: Der Papst hält sich für unfehlbar auch in Moralfragen und erlaubt sich jede Einmischung auf diesem Gebiet. Ich höre auf den katholischen Fernsehsendern Abend für Abend das Gejammer entweder des Papstes oder seiner bischöflichen Claqueure, dass nicht genügend Priesterberufungen erfolgen, weil angeblich die Familie durch die Homosexuellenpartnerschaften bedroht ist. Familienfeindlich ist aber vielmehr das vatikanische Junggesellenreservat. Die Familie geringschätzend ist der Papst..... .....derStandard.at: Wie viel Kritik müsste die katholische Kirche zulassen, um auch tatsächlich wieder von den Menschen ernst genommen zu werden? Ranke-Heinemann: Papst Benedikt XVI. hat zwar auf dem "Weltkongress gegen die Todesstrafe" in diesem Jahr in Paris am 15. März dazu aufgerufen, die Todesstrafe abzuschaffen. Aber die Kirche selbst befürwortet die Todesstrafe nach wie vor: Weltkatechismus 1992, Nr. 2266, lateinische Fassung 1997, Nr. 2267 und Kompendium des Katechismus von Benedikt XVI. 2005, Nr. 469....... http://derstandard.at/?url=/?id=3024592 Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor. (Uta Ranke-Heinemann, Theologin) »Eine Menschenopfer-Religion, die der Meinung ist, durch Blutvergießen seien wir erlöst. Eine Religion, die ständig von ihren Gläubigen und Priestern verlangt, Blut zu trinken, ist für mich eine Religion für Kannibalen.« (Uta Ranke-Heinemann, Theologin) »Es ist kein Zufall, dass die katholische Kirche bis heute im Kampf gegen die Sünden des Sexual Bereichs, ein größeres Engagement zeigt als geggen die Verbrechen gegen das menschliche Leben bei Krieg, Massentöturung und Todesstrafe.« (Uta Ranke- Heinemann, Theologin) “Eine Frage an den Papst: Warum schützt er das ungeborene Leben vom Augenblick der Empfängnis an durch Androhung von Exkommunikation, aber empfängt andererseits die kriegsbeflissene christliche Frau Merkel nebst dem spanischen Kriegstreiber Aznar mitsamt seiner circa 22-köpfigen Großfamilie?” Unicum campus 11/2003, S.55 Tageszeitung Junge Welt, Zitat des Tages vom 26.02.2007: Das Wort Gebärmaschine in bezug auf uns Mütter ist im Mund eines Bischofs eine Unverschämtheit. Seit 2000 Jahren nämlich sehen die Bischöfe in den Müttern Gebärmaschinen zur Aufrechterhaltung ihres Junggesellenbiotops. (Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinemann in Bild am Sonntag) Weitere Links: 23.02.2007 Streit um Mixas Äußerungen "2000 Jahre Geringschätzung der Frau" Die Theologin Uta Ranke-Heinemann ist empört über das "Gebärmaschinen"-Gerede von Bischof Mixa. Die Frauenunterdrückung der katholischen Kirche hat für sie System..... http://www.sueddeutsche.de/,tt3m2/deutschland/artikel/246/103143/ Gespräch mit Uta Ranke-Heinemann am 21. April 2004 in Essen: http://www.auricher-wissenschaftstage.de/rankhein.htm Meine Suche nach den Spuren Gottes: http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/meine_suche.html DER PAPST, DIE KARDINÄLE UND DIE FRAUEN - EINE SATIRE http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/papst_kardinaele_und_die_frauen.html Die neueste Meldung: 24.09.07 Ranke-Heinemann: Kirche mitschuldig Essen - Die katholische Kirche macht sich nach Meinung der Kirchenkritikerin Prof. Uta Ranke-Heinemann durch die strikte Geheimhaltung von Missbrauchsfällen in ihren Reihen mitschuldig. "Wer an die Öffentlichkeit geht, wird mit Lügenvorwürfen konfrontiert und exkommuniziert", sagte Ranke-Heinemann am Montag in Essen zu der öffentlichen Diskussion über den Missbrauchsskandal in Bayern der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Den Kindern hilft nie jemand." Grundlage der Geheimhaltungspolitik sei ein Schreiben aus dem Jahr 2001 des damaligen Kardinals Ratzinger und heutigen Papstes Benedikt XVI. an alle Bischöfe. Die Kirche beanspruche darin die "exklusive Kompetenz" für die Aufklärung solcher Fälle. Schriftstücke staatlicher Behörden würden ungeöffnet zurückgeschickt. "Das behindert die Aufklärung auf Kosten der Opfer.".......... http://www.ksta.de/html/artikel/1190611916071.shtml Zeus: Einer der von Ihnen genannten Gründe für den Übertritt zur katholischen Kirche soll gewesen sein, daß Sie dem „strengen Vater trotzen“ wollten. Wie streng muß ein Vater denn sein, daß man so einen radikalen Schritt macht? Frau Ranke-Heinemann: „Das ist eine Legende. Die stammt von Alice Schwarzer in ‘Emma’. »Sie ist katholisch geworden, um ihren Vater zu ärgern.« Was auch immer die Gründe waren, warum ich katholisch wurde, der Grund, meinen Vater zu ärgern, ist nicht dabei gewesen. Eine andere Legende lautet: »Der alte Heinemann hat seine gräßliche Tochter da reingeschoben, um den ganzen Laden hochgehen zu lassen.«“... Kleiner Fehler am Anfang „Ich bin katholisch geworden, weil das in meinen Augen eine unterdrückte Minderheit war, über die immer schlecht gesprochen wurde.“.... „Der Beichtstuhl ist eine Kontaktbörse für Homosexuelle, in der Mißbrauch sich anbahnt.“ Zitate aus: http://www.kreuz.net/article.5958.html |