Opus Dei - Geheimdienst oder rechtsradikale Terror-Organisation?
Wahrscheinlich werden hier nur wenige Spanier mitlesen. Trotzdem bringe ich hier einfach einen längeren Artikel zu Opus Dei.

Opus Dei sehe ich übrigens in direktem Zusammenhang mit dem Jesuitenorden, der von dem spanischen Offizier Ignatius von Loyola vor 450 Jahren gegründet wurde . Angeblich soll es den Schwur der Jesuiten wirklich gegeben haben (bisher kamen keine ernstzunehmenden Dementis), er soll aber im Jahre 1926 abgeschafft worden sein. Nachdem schon vor und während dem 2. Weltkrieg die Jesuiten stark ins Zwielicht geraten sind......
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"Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt"
Mitteilung von Churchill an einen Beauftragten des deutschen "Widerstandes" während des Krieges
(vgl. Kleist, Peter "Auch du warst dabei", Heidelberg, 1952, S. 370 und Emrys Hughes,
Winston Churchill - His Career in War and Peace, S. 145)

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.......hat man sich wahrscheinlich entschlossen, für die geheimdienstlichen Aufgaben eine Nachfolgeorganisation bereitzuhalten. Genau wie die Jesuiten geht die Sekte Opus Dei auf einen Spanier zurück:

Opus Dei wurde 1928 durch den Priester Josemaría Escrivá (1902-1975) in Madrid gegründet....
http://de.wikipedia.org/wiki/Opus_Dei

....SS-General Karl Wolff, Dulles, Donovan und Pater Felix Morlion organisieren die Flucht der Nazis mithilfe der Katholischen Kirche. Felix Morlion baute den vatikanischen Geheimdienst Pro Deo in Lissabon auf.....
http://www.us-politik.ch/teil2.htm#Kriegsverbrecher

????????

Opus Dei - Elitetruppe des Vatikan
http://www.bornpower.de/opus/1.htm

DEUTSCHLAND
Sympathisanten oder Mitglieder des Opus Dei
http://www.bornpower.de/opus/deutschland.htm


http://www.mond.at/opus.dei/
(The Unofficial Homepage)

Dokumentation Wie der katholische Orden Opus Dei seine Kritiker mundtot macht
http://www.ibka.org/artikel/miz86/opusdei.html
 
SPIEGEL WISSEN
DOSSIER

Opus Dei - Stoßtrupp Gottes oder Heilige Mafia?
 


Opus Dei
Geißeln für Gott

12.02.07
Zitat:
.....Von einem Leben mitten in der Welt und trotzdem mit Gott, davon hatte auch Heidi Berger geträumt. Im Werk blieb für sie allerdings nicht viel übrig von dem, was andere Menschen alltäglich nennen. Im Gegenteil. Heidi fühlte sich isoliert von der Welt. Tagesordnung und Regelwerk waren einfach zu strikt. "Es wird übersehen, dass man es mit mündigen Menschen zu tun hat", sagt sie.

Nicht nur die Schlaf-, Bet- und Essenszeiten werden bei Opus Dei vorgeschrieben. Ein Index legt fest, welche Bücher gelesen und welche Filme gesehen werden dürfen. Von Theater- und Konzertbesuchen wird abgeraten. Das verdiente Geld der Einzelnen verwalten die drei Leiter eines jeden Zentrums. Zum Einkaufen gehen Numerarier am besten zu zweit, an den Strand am besten nie. "Zuviel nackte Haut kann den Glauben ins Wanken bringen", meint Heidi. Heute kann sie darüber lachen.

Papst Johannes Paul II. hat dem Werk 1982 den Status einer Personalprälatur verliehen, womit ihm der Rang eines Bistums zukommt, allerdings ohne festes Territorium. Dennoch gilt das Werk auch innerhalb der katholischen Kirche als umstritten. Die Finanz- und Organisationsstrukturen von Opus Dei sind undurchsichtig. Auch werden Escrivá enge Kontakte zu Spaniens früherem Diktator Franco nachgesagt. .....

....Mit seinen extremen Bußpraktiken stößt das Werk auf Unverständnis. Im Regelkatalog des Opus Dei wird den Numerariern empfohlen, sich einmal wöchentlich für die Dauer eines Vaterunser mit einer Bußgeißel auf den Rücken zu schlagen. Außerdem sollen sie in Gedenken an die Leiden Christi zwei Stunden täglich einen mit Dornen versetzten Bußgürtel um den Oberschenkel tragen........
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/773/101672/

Opus Dei
Die Welt der asketischen Gottesknechte

03.07.06

In Dan Browns "Da Vinci Code" spielen Mitglieder des katholischen Opus Dei die Rolle von Mördern und Schurken. FOCUS nahm einen intimen Einblick in die Organisation. In aller Frühe schallt der "Anruf Gottes" durch die Flure: Im Haus Weidenau in München-Bogenhausen schrillen die Wecker. 5.50 Uhr. Die heroische Minute des Josef Dohrenbusch. Beherzt schwingt er sich aus dem Bett, denn er will seinen Herrn nicht warten lassen. Er streckt sich kurz, kniet sich neben seinen Schreibtisch und küsst den Boden. "Serviam", haucht er. "Ich will dienen."
Für den Arzt Josef Dohrenbusch beginnt der Alltag der Heiligung. Er möchte Gott ähnlich werden. Dazu muss er "sich abtöten". 75 Liegestütze und 25 Klappmesser zwingt der schmächtige 48-Jährige seinem Körper ab. Dann duscht er kalt. Andere bringen mit kühlem Schwall ihren Kreislauf in Schwung. Dohrenbusch will sich damit für Gott gefügig halten.

Fünfschwänzige Bußgeißel in Schublade
In Dohrenbuschs Badezimmerschrank, zwischen Deodorant und Zahnbürste, liegt sein Bußgürtel bereit. Eine Art Dornenkranz aus Drahtgeflecht, gefertigt von Nonnen des Karmeliter-Ordens. Zwei Stunden täglich spannt er ihn mit Hilfe zweier brauner Schnürsenkel um seinen Oberschenkel, eine "dezente symbolische Nachahmung der Dornenkrönung". In der Schublade seines Wandschranks, zwischen Unterhosen und schwarzen Socken, wartet ein weiteres von Nonnenhänden geflochtenes Utensil aus der hohen Schule der Askese. Eine fünfschwänzige Bußgeißel - zum wöchentlichen Gebrauch.


Josef Dohrenbusch folgt einer Berufung, einem kompromisslosen "Lebensplan". Er ist Mitglied des Opus Dei, des "Werks Gottes".................
http://www.focus.de/wissen/bildung/tid-8682/opus-dei_aid_109761.html

15.4.06
Supermacht des Bösen?
Wie gefährlich ist die katholische Ordensgemeinschaft Opus Dei?

Nächstens kommt der Bibel-Thriller "The Da Vinci Code" in die Kinos. Auch im Film fällt Mitgliedern des Opus Dei die Rolle von finsteren Machtmenschen zu. Doch wie gefährlich ist die katholische Ordensgemeinschaft wirklich?
...........
Weltherrschaft
Daran, dass diese Organisation existiert, besteht kein Zweifel, wie man sich bereits mit einem Blick ins Telefonbuch vieler Städte überzeugen kann. Nach der Recherche des Journalisten John L. Allen für sein eben auch auf Deutsch erschienenes Buch "Opus Dei - Mythos und Wahrheit" finanziert Opus Dei Schulen und Spitäler in 60 Ländern rund um die Welt, darunter 15 Universitäten, 11 Wirtschafts- und über 130 andere Schulen, 7 Krankenhäuser und 166 Studentenwohnheime. Die Organisation zählt rund 85 000 Mitglieder (etwa 250 in der Schweiz), darunter 2000 Priester, 23 Bischöfe und 2 Kardinäle.

In einer Kirche von 1,1 Milliarden Gläubigen ist das Opus Dei also nicht grösser als ein mittelgrosses Bistum. Was aber, wenn die Kirche einem Verein von 85'000 mehr oder minder skrupellosen Verbrechern ihren besonderen Schutz gewährt? Was, wenn dieser Verein tatsächlich Weltherrschafts-Ambitionen hat, für die man über Leichen geht und die dazu nötigen Mörder selbst erzieht, wie Dan Brown in seinem millionenfach verkauften Buch behauptet?........

........Tatsache ist, dass um die 20 Prozent der Mitgliederschaft von Opus Dei ein klosterähnliches, zölibatäres Leben führen, in dem die Selbstkasteiung eine wichtige Rolle spielt. Tatsache ist auch, dass ehemalige Mitglieder, die diesen Weg der "Numerarien" gewählt haben, von psychischer Unterjochung und Gehirnwäsche berichten, von einem Verlust an Selbstbestimmung und einer totalen Überwachung.

Nicht weniger furchteinflössend als die tägliche Busspraxis der Mitglieder ist die seit langem vermutete Macht des Opus Dei. Der Kirchenwissenschafter Matthias Mettner nannte das Opus Dei "die katholische Mafia". Mettner beschwört eine "Krake der klerikalen Hierarchie", die "im elitären Wahn göttlicher Sendung" und "ausgestattet mit gewaltigen finanziellen Ressourcen" systematisch versucht, die Kirche zu unterwandern und ihre gesamte Machtstruktur zu umklammern..........

Langer Artikel:
http://www.nzz.ch/2006/04/16/al/newzzEM2Z4BUL-12.html

Der Finanz-Mafiosi Sindona arbeitete bei vielen seiner Geschäfte mit Erzbischof Marcinkus zusammen. Über die Vatikanbank wurden offensichtlich über viele Jahre Gewinne aus kriminellen Geschäften ins Ausland transferiert, um an internationalen Bankplätzen und Börsen gewaschen zu werden.
(Matthias Mettner)



Mittwoch, 20. April 2005 - Süddeutsche Zeitung

Gottes Werk, Teufels Beitrag
Das Erbe Wojtylas: Die Macht des Opus Dei in Lateinamerika

Um vier am Sonntag fingen die Kirchenglocken zu läuten an und bald hallte die ganze Bucht von Valparaiso von ihrem Geläut. Wie ganz Chile Und ganz Lateinamerika. Der Papst war tot. Wenige in den Slums haben eine Vorstellung von der Politik, die dieser Papst verfolgte. Sie leben ihr Leben unberührt von seinen Ansichten zu Empfängnisverhütung oder Ehescheidung. Doch ist ihre Trauer echt. "Er kümmerte sich um uns", heißt es. In acht Reisen und hunderten von Auftritten gab der Papst Millionen Lateinamerikanern das Gefühl, eine persönliche Verbindung zu ihm zu haben.
Die einfache Religiosität dieser Menschen vereint einen lebendigen Glauben mit einem sündigen Leben in Armut, ohne Höllenangst und ohne Theologie. Im Europa der Moderne wird Gott vergessen, während die Modernisierung in Südamerika das Verlangen nach einem Glauben zu stärken scheint. Dieses Reservoir an Frömmigkeit ist für Rom zugleich eine große Ressource und ein Problem. Denn wie Goldgräber strömen kommerziell arbeitende nordamerikanische und brasilianische Kirchen in die Armenviertel. Seit den fünfziger Jahren plündern sie auf vormals rein katholischem Gebiet, und vielerorts haben Mormonen und Baptisten den Wettbewerb für sich entschieden.
Nach der politischen Enthaltsamkeit von Paul VI. griff Johannes Paul II, in weltliche Angelegenheiten ein. Er hatte eine Vorstellung von seiner irdischen Macht und gedachte sie zu nutzen. Wobei sich die theologische Praxis mit der politischen durchaus mischte. Dazu gehörte die vereinfachte Praxis der Selig- und Heiligsprechung, mit der innerhalb von wenigen Jahren erreicht wurde, was zuvor nicht in Jahrhunderten gelang. Einige Entscheidungen des Papstes zeugen von politischer Klugheit: Chiles geliebter Padre Hurtado wurde selig gesprochen, und Jüan Diego, der Azteke, der 1531 die Schwarze Jungfrau von Guadelupe gefunden hatte, wurde zum Heiligen erklärt. Doch eine Entscheidung gibt es, deren Bedeutung alle anderen weit überragt: die Heiligsprechung von Jose Maria Escrivä de Balaguer. des Gründer des spanischen Laienordens Opus Dei.

Nur siebenundzwanzig Jahre nach seinem Tod war Escrivä heilig gesprochen. Das ist Rekord und erstaunlich bei jemandem, der offen mit dem Nationalsozialismus sympathisierte: "Der Krieg gegen die Juden ist ein notwendiges Moment im Krieg gegen den Kommunismus", beruhigte er zaghafte Schüler. Escrivä war ein Rechtsradikaler ohne Nuancen, ein Kirchenmann ohne eine Spur von Barmherzigkeit. Als sich im Jahr 1974 chilenische Priester über die Verfolgungen beklagten, deinen Kollegen ausgesetzt waren, die sich für die Menschenrechte aussprachen, nannte Escrivä diese Priester "Feiglinge". Der Kult um Escrivä und der Umstand, dass der Papst Opus Dei unter seinen besonderen Schutz stellte" hat die Machtverhältnisse im. Vatikan wie auch im Katholizismus verschoben. Dies geschah auf Kosten der anderen Orden, vor allem der Jesuiten, viele von ihnen Befreiungstheologen, und führte dazu, dass der Vatikan in Lateinamerika nunmehr offen Parteipolitik betreibt. In den Augen des Papstes stand die katholische Kirche vor einer doppelten Herausforderung, dem Kommunismus und der Moderne. In den meisten europäischen Landern ist die Kirche nur noch eine Enklave in einer säkularen Gesellschaft. Und was könnte sie den Menschen auch bieten? Trost reicht nicht aus - den Armen, die fernsehen, kommt ihre Genügsamkeit abhanden. In Lateinamerika sind die evangelischen Kirchen daher aggressiv. Diese verfügen über viel Geld, arrangieren Feste und Shows, und ihre Prediger sind um kein Wort verlegen. Opus Dei ist die einzige kraftvolle Bewegung, die von der katholischen Kirche aufgeboten werden kann. Sie vermag die für die Kirche bedrohlich werdende Kluft zwischen der geistlichen und säkularen Welt zu überbrücken.
In Lateinamerika ist Opus Dei weitgehend eine Angelegenheit der Mittelschicht. Das war bei diesem Orden von vornherein so. Technokraten aus dem Opus Dei retteten in den sechziger Jahren die spanische Volkswirtschaft vor dem Zusammenbruch. Die von diesem Orden geführten Eliteschulen bringen bis heute ausgezeichnete Betriebswirte und konservative Politiker hervor. Als der Papst dieses Konzept auf Lateinamerika übertrug, ging er indessen ein hohes Risiko ein. In Europa ist man, grob gesprochen, entweder christlich oder liberal, sozialistisch, fortschrittlich im weitgehend säkularisierten Spanien gehören die meisten bekennenden Christen der Rechtspartei PP an.
In Lateinamerika hingegen sind Millionen Christen liberal oder sozialistisch. Die Präsidenten von Brasilien und Chile, beide Sozialisten, sind bekennende Katholiken. Jn Chile wird im kommenden Herbst ein neuer Präsident gewählt; für die politische Rechte steht dort Joaquin Lavin, ein Mann des Opus Die und ein Anhänger General Pinochets. Vor allem unter armen Chilenen gibt es viele, die gleichzeitig katholisch und politisch radikal sind. Wenn Javier Echevarrfa, der gegenwärtige Führer des Opus Dei, den Kandidaten der Rechten unterstützt, wird dieses Engagement von vielen als Verrat von päpstlicher Seite empfunden. In Peru, wo Kardinal Cipriano, auch ein Mann des Opus Dei, sich zur Diktatur von Präsident Fujimori bekannte, wurde dies zum Problem für die Priester, die dem Druck der protestantischen Sekten standzuhalten versuchten. Ähnlich ist es in El Salvador, Costa Rica, Argentinien.
Die Lateinamerikaner liebten den alten Papst. Der kommende aber wird sich überlegen müssen, was er mit Opus Dei macht, dessen meist verborgener Einfluss sich längst auf Schulen, Universitäten und akademische Organisationen erstreckt .1990 etwa hatte Opus Dei begonnen, die ISA, die Internationale Vereinigung der Soziologen, zu infiltrieren so subtil, dass es erst 2002 entdeckt würde. Eine katholische Freimaurerei, von Katholiken misstrauisch beäugt, von allen anderen radikal abgelehnt - ist dies das Erbe von Johannes Paul II. in Lateinamerika?
NATHAN SHACHAR CREMONA

(Leider ohne Link weil eingescannt)

Die Selbstdarstellung dieser Sekte:
http://de.opusdei.org/
 

Angeblich geht der Ausdruck „Kadavergehorsam“ auch auf die Jesuiten zurück. Es ist schon eine seltsame Sache mit diesen Selbstgeiselungen (siehe obige Opus Dei-Beiträge). Von den schlimmsten islamischen Fundamentalisten hört man ja auch solche Sachen. Offensichtlich hält man es für nötig, jegliche Gefühle abzutöten, um ein perfekter Diener, ein perfekter Roboter zu sein. Weil das natürlich nie ganz funktionieren kann, muß man die Geißelungen natürlich regelmäßig wiederholen. Kann man das so sehen?

Andererseits führt aber eine solche Sublimierung jeglichen Lebenswollens meines Erachtens zu einer immer größeren Gier nach Leben, die schließlich alles „Weltliche“ übersteigt, bis eine solche Ideologie sich ganz normal ergeben muß:

Tod bedeutet nicht Ende
Der Himmel biete mehr als „irdische Freuden“. Das betont der Prediger des Päpstlichen Hauses, Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa, in seinem Kommentar zum Sonntag. Die „ewige Glückseligkeit im Himmel“ gehe weit über das hinaus, was man langläufig als „irdische Freuden“ bezeichnet......
http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=166490

Man könnte wetten, wenn ich die Möglichkeit hätte, dem Papst die ganze Welt mit allen Menschen als Sklaven darauf als Geschenk zu Füßen zu legen, er würde höchstens sagen: Du glaubst doch nicht, daß das ausreicht, Ich will das ganze Universum, und Gott auch noch dazu!

Oder nicht? Wie auch immer: Eine unendliche Gier oder einen unendlichen Egoismus, der über den Tod hinausreicht (so wie es die Katholiken propagieren), kann ich persönlich nicht befürworten. Es ist ganz schön durchgeknallt, sich selbst für übernatürlich, unsterblich und unbesiegbar, also sich selbst zum Übermenschen zu erklären.


 
In Spanien geht es ganz schön rund zur Zeit. Noch mehr zu Spanien:

04.03.2008
Religion: Spanien vor neuer Reconquista
Der Vatikan will den Laizismus aufhalten. Gerade im alten Bollwerk Spanien.
PALMA/MADRID. Abseits aller Fernsehdebatten der Spitzenkandidaten für den kommenden Wahlsonntag hat Spaniens Katholische Kirche bereits ein neues Oberhaupt gewählt. Am Montag kürte die Bischofskonferenz den Madrider Kardinal Antonio María Rouco Varela zum neuen Vorsitzenden.........
http://diepresse.com/home/panorama/welt/367453/index.do

20. Januar 2008
Jesuit Adolfo Nicolás in Rom zum "schwarzen Papst" gewählt
Nach Benedikt wurde jetzt auch ein neuer "schwarzer Papst" gewählt, wie der Generalobere des Jesuitenordens wegen seines dunklen Habits genannt wird. Wie der Pontifex ist gestern auch Adolfo Nicolás in einem konklaveähnlichen Verfahren in Rom gewählt worden.
Der gebürtige Spanier leitet künftig den mit 19 200 Mitgliedern größten katholischen Männerorden weltweit..........
http://www.welt.de/wams_print/article1575304/Jesuit_Adolfo_Nicols_in_Rom_zum_schwarzen_Papst_gewhlt.html

Die Jesuiten sind also wieder fest in spanischer Hand. Und wie es aussieht, wurde Adolfos Ankunft schon gebührend vorbereitet:

09. November 2007
Holocaust-Leugnung in Spanien nicht mehr strafbar
Das spanische Verfassungsgericht hat ein umstrittenes Urteil gefällt: Die Leugnung des Holocausts soll dort künftig nicht mehr unter Strafe stehen - sie fällt unter die Meinungsfreiheit........
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,516532,00.html

Scheint mir vor diesem ganzen Hintergrund irgendwie logisch zu sein, denn wer den Tod überhaupt ganz und gar leugnet, der tut sich auch nicht hart beim Leugnen von Massenmorden und kann auch morgen wieder Massenmorde begehen und sie erneut wieder leugnen. Und wenn man schon politische Umwälzungen plant, dann braucht man dazu natürlich auch seine Vorbilder:

23.10.2007
Vatikan macht aus Franco-Anhängern Märtyrer
Selig sind Spaniens Franquisten

Die Katholische Kirche spricht rund 500 Märtyrer aus dem spanischen Bürgerkrieg selig - allesamt Unterstützer des Putschgenerals und späteren Diktators Franco.

Spaniens Klerus will Kirchengeschichte schreiben. Am Sonntag werden 498 spanische "Märtyrer des 20. Jahrhunderts" bei einer Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom seliggesprochen. Sie alle sind Opfer "der größten Verfolgung von Gläubigen im vergangenen Jahrhundert". Die Rede ist vom spanischen Bürgerkrieg. Doch die Seligsprechung, an der Papst Benedikt XVI und über 70 spanische Bischöfe teilnehmen werden, hat einen Schönheitsfehler: Alle Märtyrer unterstützten den Putschisten und späteren Diktator General Francisco Franco und wurden von linken Milizen umgebracht, die die verfassungsmäßige Ordnung der Zweiten Republik verteidigten. Priester, die den Faschisten zum Opfer fielen, stehen nicht auf der Liste der Seligen.......
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/selig-sind-spaniens-frankisten/?src=TE&cHash=1253a81b91

und nicht nur das, auch echte Märtyrer werden natürlich wieder gebraucht. Eignen tut sich prinzipiell jeder dazu:

Papst: Jeder kann Märtyrer werden
Gleich nach der Seligsprechung von 498 Märtyrern des Spanischen Bürgerkriegs am Sonntagvormittag sprach Papst Benedikt XVI. zu den anwesenden Pilgern auf dem Petersplatz. Benedikt XVI. hatte an der Zeremonie auf dem Petersplatz nicht teilgenommen. Nach den Worten des Papstes sei das Martyrium in Spanien ein Schicksal gewesen, dass für jeden Christen Realität werden kann.........
http://www.kath.net/detail.php?id=18081



Es gab in einer Debatte Anmerkungen zur Fragwürdigkeit des Links:
http://www.us-politik.ch/teil2.htm#Kriegsverbrecher (siehe fast ganz oben)
Darufhin habe ich weiter recherchiert, und diese Antwort geschrieben.
 
Daß ich von von diesen politischen Teilen (es gibt 15 Teile) einen Satz mit dem Wort „Pro Deo“ herausgegriffen habe, und somit einen Zusammenhang mit Opus Dei unterstelle, das ist nun auch nicht gerade die Argumentation, auf die meine ganzen Beiträge aufbauen. Vorsichtshalber habe ich schon eine ganze Reihe Fragezeichen daruntergesetzt. Also vergessen wir diese Quelle einfach. Ich forsche also weiter.

Daß aber die Kirchen maßgeblich beteiligt waren an der Flucht der Kriegsverbrecher, das ziehe ich persönlich heute nicht mehr in Zweifel. Führen wir also weitere Quellen an:

http://10844.homepagemodules.de/t74f7-Die-Rattenlinie-oder-quot-Der-roemische-Weg-quot.html

Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 633 für Rattenlinie+kath.
http://www.google.de/search?hl=de&q=Rattenlinie%2Bkath&btnG=Suche&meta=

Zitat: Pro Deo et Imperio.
Übersetzung: Für Gott und das Reich.
Herkunft: u.a. Münzaufschrift von Prägeherren, die in kaiserlichen Diensten fochten
Anmerkung: mit "Reich" ist das Hl.Röm.Reich dt.Nation gemeint.
http://www.imperiumromanum.com/sprache/sentenzen/sentenzen_14.htm

30. Dezember 2007
RUSSLAND
Opus Dei - ein Stoßtrupp der Konterrevolution bezieht Stellung in Moskau
Von Gerhard Feldbauer*
Der klerikal-faschistische Orden Opus Dei (Das Werk Gottes) eröffnet in Moskau eine Vertretung. Welche Leute lässt Wladimir Putin da ins Land.........
...... Opus Dei dürfte nicht an einer Vermittlerrolle zwischen den beiden seit Jahrhunderten verfeindeten Kirchen interessiert sein, sondern an der Durchsetzung seiner eigenen mit der CIA und Pro Deo abgestimmten Aufgaben, die nicht zuletzt auf eine Verhinderung der von Putin verfolgten Wiederherstellung einer Großmachtrolle Russlands zielen.
http://www.schattenblick.de/infopool/medien/altern/gehei228.html

Vielleicht genügt das für den Moment............
 


Die "Rattenlinie":
Nazis, Vatikan und CIA


(Quelle: E.R. Carmin, Das Schwarze Reich, Okkultismus und Politik im 20. Jahrhundert, Bad Münstereifel 1994, S.273-285 ff. )

Am 10. August 1944 trafen sich im Straßburger Hotel "Maison Rouge" klammheimlich führende Vertreter des Dritten Reiches, Vertreter der deutschen Industrie, des Geheimdienstes SD und des Rüstungsministeriums, um endgültig Pläne in die Tat umzusetzen, die vermutlich ebenfalls seit 1943 existierten.
Während Goebbels noch immer Endsiegparolen ausgab und Hitler nach wie vor und erst recht an das tausendjährige Reich, an ein auf seine Weise entrümpeltes und vereintes Europa glaubte, wurde in der Maison Rouge ein weitsichtiger Entschluß gefaßt, nämlich ein Gutteil des Reichskapitals in neutralen Ländern zu verstecken, weniger wohl zur Beseitigung des Geldüberhanges nach der Niederlage, sondern "damit nach der Niederlage wieder ein starkes deutsches Reich entstehen" könne, wie es im sogenannten Straßburger Protokoll heißt.
Ein halbes Jahr vor Kriegsende, damals also noch unter der Kontrolle von Nazi-Größen, wurde dann tatsächlich bereits damit begonnen, enorme Summen außer Landes zu schleusen. Die Schätzungen (etwa der russischen Prawda) gingen bis zu fünf Milliarden Dollar allein in Schweizer Banken eingelagerten deutschen Volks- und Reichsvermögens, sieht man von den Kriegsgewinnen diverser Banken ab, die über die Bank von Hermann Abs nach Argentinien transferiert und später von Tarnorganisationen wie der World Commerce Corporation sozusagen unter dem Schutz eines euro-amerikanischen Geheimdienst-Konsortiums in irgendeiner Weise reinvestiert worden waren.
Der Schweizer Francois Genoudschon hatte schon 1936 die Basis für seine vielfältigen Beziehungen zum Nahen Osten und zur Arabischen Welt gelegt, als er im Zuge einer ausgiebigen Nahostreise die Bekanntschaft des Großmuftis von Jerusalem und Hitler-Verehrers Al-Husseini gemacht hatte. Unmittelbar nach Kriegsende war Genoud wesentlich daran beteiligt, die Operation des nach wie vor bestehenden Nazi-Netzwerkes nach Lateinamerika, insbesondere nach Argentinien auszudehnen, wobei auch Hans-Ulrich Rudel eine Rolle spielte und die Operationsbasis für Klaus Barbie geschaffen wurde. Genouds Operationen überlappten sich teilweise mit den Aktivitäten der Nazi-Terror-lnternationale mit den Schlüsselpersonen Stefano, Klaus Barbie´s und den türkischen "Grauen Wölfen", ebenso wie mit den Aktivitäten der Moslembrüder und palästinensischen Organisationen. Doch das gehört schon fast zur Gegenwart.
Zunächst galt es, nicht nur jene gewaltigen Summen in Sicherheit zu bringen, sondern auch Tausende von SS- und NS-Führern ins sichere Ausland zu evakuieren, vorzugsweise nach Marokko, Spanien und Lateinamerika, und den Nazi-Apparat international zu regruppieren. Ein Teil des Nazi-Geldes wurde für Tausende NS-Exilanten zum Grundstock ihrer zweiten Existenz, ein Gutteil davon floß in die Kassen des Vatikans, in die Taschen lateinamerikanischer Diktatoren, allen voran der Argentinier Peron.

Abgesehen von den von Genoud und anderen Organisationen wie möglicherweise "ODESSA" getroffenen organisatorischen Vorbereitungen, waren es vor allem der Vatikan und einzelne Fraktionen der angloamerikanischen Geheimdienste, die es Tausenden Nazis ermöglichten, sich über die von den angloamerikanischen Geheimdienstlern "Ratlines" genannte "Klosterroute" zwischen Österreich, Italien, Lateinamerika, Kanada, Australien und den USA in Sicherheit zu bringen, während die Behörden von Westdeutschland, Italien, Österreich, Frankreich, der USA und der Sowjetunion zumindest offiziell damit beschäftigt waren, nach Nazi-Verbrechern zu fahnden.
Tatsache ist, daß der spätere Papst, der vatikanische Unter-Staatssekretär Montini, bereits während des Krieges von Papst Pius XII. damit beauftragt worden war, einen spezifischen vatikanischen Nachrichtendienst aufzubauen, vorgeblich, um sich um Vermißte, Flüchtlinge, und Kriegsgefangene zu kümmern, in Wirklichkeit aber, um sich für die aktive Teilnahme am unvermeidlichen Endkampf gegen den Bolschewismus vorzubereiten und eine katholische Armee für den bevorstehenden Endkonflikt zu rekrutieren.
Tatsache ist auch, daß sich bei Kriegsende zuallererst und in erster Linie der Vatikan um ehemalige Nazis sorgte. Und daß die Nazis nur aus humanitären und seelsorgerischen Gründen vatikanischer Hilfe und vatikanischer Reisedokumente teilhaftig geworden wären, ist bestenfalls eine Sonntagspredigt mit Märcheneinlage.
Der aus Osterreich stammenden Bischof Alois Hudal organisierte die ersten Ratlines, die Nazi-Verbrecher über Österreich nach Genua und von dort in die Freiheit lateinamerikanischer oder arabischer Länder führten, versehen mit italienischen Identitätsausweisen, gefälschten Geburtsurkunden und Visa sowie Internationalen Rot-Kreuz-Pässen: beispielsweise Franz Stangl den Kommandanten von Treblinka, Gustav Wagner, Kommandant von Sobibor, Alois Brunner, Adolf Eichmann, Richard Klement, um nur einige zu nennen.
Als 1947 Hudals Aktivitäten ruchbar wurden und zu einem Presseskandal auszuarten drohten, wurde er still und unauffällig aus dem Verkehr gezogen. Er war auch schon längst überflüssig geworden. Denn da war die Szene für eine weitaus professionellere und weitaus geheimere Operation aufbereitet, um Kriegsverbrecher und Quislingen aus sämtlichen europäischen Ländern nicht bloß zu helfen, sondern um sie für einen neuen Krieg zu rekrutieren.
Wie Hudal selbst, konnten sich auch seine Nachfolger dank vatikanischer Intervention alliierte Ausweise für ihre Klienten bedienen, sofern es ihnen nicht gelang, eine päpstliche Unterschrift unter einen vatikanischen Reisepaß zu bekomrnen, wie dies bei Martin Bormann der Fall war.
Hier zeigte sich, daß der Vatikan vor allem auch dann sehr aktiv wird, wenn Geld ins Spiel der christlichen Nächstenliebe kommt. Im Fall des wohl berühmtesten Flüchtlings unter dem Schutz und Schirm des Vatikans und des damaligen Papstes, nämlich Bormanns, wurde eine erkleckliche Summe an einen Franziskanermönch deutscher Herkunft bezahlt, der an der Organisation der Klosterroute wesentlich beteiligt war. Inwieweit bei Bormann der Umstand eine Rolle spielte, daß er sich mit dem späteren Papst Pius XII. während dessen Tätigkeit als Nuntius in Deutschland recht gut angefreundet hatte, mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls präsentierte im Mai 1948, als schon längst Briten und Amerikaner die vatikanischen Ratlines übernommen hatten und in Flüchtlings- und Kriegsgefangenenlagern ehemalige Nazis für ihre Zwecke rekrutierten, der als Jesuitenpater verkleidete Bormann vatikanische Papiere, die ihn als staatenlose Person auswiesen. Sie hatten die Nummer 073.909 und trugen die Unterschrift des Papstes persönlich.
Eine beinahe makabre Kuriosität am Rande: Jesuitenpater Bormann hieß nunmehr "Eliezer Goldstein" und stammte aus Polen ...
Damit gelangte Bormann heil nach Brasilien, und später konnten auch fünf seiner Kinder mit vatikanischer Hilfe Europa verlassen, nachdem sie einige Zeit im Kloster der Palottiner in Rom untergebracht waren.
Ein weiterer Fall vatikanischer Nächstenliebe besonderer Art ist der des stellvertretenden Kommandanten der pronazistischen Miliz von Lyon, Paul Touvier. Nach dem Krieg wurde zweimal gegen ihn verhandelt, und zweimal wurde er zum Tode verurteilt, allerdings in Abwesenheit, denn Touvier war zunächst einmal für fünfundzwanzig Jahre aufgrund eines besonderen Geschäftes mit dem Vatikan entkommen: Nachdem er sich nach Kriegsende bereit erklärt hatte, die gesamten noch verbliebenen, aus der Plünderung jüdischen Eigentums während der Besatzungszeit stammenden Geldmittel der Miliz dem Vatikan zu übergeben, wurde ihm dessen Schutz zugesagt. Touvier besaß Identitätsausweise auf den Namen Paul Perthet, die darin angegebene Adresse war die des Erzbischofs von Lyon. Häufig trug Touvier/Perthet selbst eine Priestersoutane, und es gab mindestens ein Dutzend Geistliche, die sich um das Wohl des Nazis kümmerten, während die Resistance vergeblich nach ihm fahndete. 1962 tauchte er dann mit einem Gnadengesuch an den französischen Präsidenten Pompidou aus dem Untergrund des erzbischöflichen Palais wieder auf, unterstützt vom zuständigen französischen Kardinal, der sich überdies auch eifrig um für Touviers Rehabilitierung nützliche Information bemühte. Kaum wurde dieser Kardinal auf einen wichtigen Posten im Vatikan befördert, wurde Touvier auch tatsächlich begnadigt. Allerdings konnte Touvier seine Begnadigung nicht recht genießen, da Mitglieder der Resistance nach wie vor danach trachteten, die einst verfügten Todesurteile in die Tat umzusetzen. 1972 tauchte Touvier zunächst wieder unter.
Anders verhält es sich bei dem "Poglavnik" ("Führer") der faschistischen kroatischen Ustascha und des Nazi-Marionetten-Regimes, Dr. Ante Pavelic, der vor dem Krieg für den britischen Geheimdienst gearbeitet hatte und nun von dem bereits weitgespannten britisch-amerikanischen Intermarium-Netz aufgefangen wurde. Seine Flucht wurde von Pater Krunoslav Draganovic organisiert, einem prominenten Mitglied von Intermarium zweifellos einer der Schlüsselfiguren in diesem dunklen Kapitel der Nachkriegszeit.
Draganovic Ratlines waren eine ausgeklügelte und professionelle Operation. Sie war außergewöhnlich gut organisiert und konnte Hunderte Flüchtlinge gleichzeitig betreuen. Einer von Draganovic wichtigsten Mitarbeitern schätzt, daß mehr als 30.000 Personen von Österreich über Rom und von dort über Genua in ihre neue Heimat in Südamerika und Australien geschleust wurden. Die meisten dieser Personen hatten eine überaus dunkle Vergangenheit.
Tatsächlich waren fast alle an der Organisation dieser Ratlines Beteiligten katholische kroatische Priester. Während die Mehrheit der Intermarium-Führer führende Ex-Faschisten waren, die für den britischen oder französischen Geheimdienst und teilweise für Turkul oder direkt für die Sowjets gearbeitet hatten.
Der rumänische Nazi-Außenminister Gregorij Gafencu, der polnische Botschafter beim Vatikan, Casimir Papee, Monsignor Bucko, der spirituelle Führer der ukrainischen Widerstandsbewegung, oder der frühere slowakische Außen- und Innenminister und gesuchte Kriegsverbrecher Ferdinand Durcansky waren seit Vorkriegszeiten britische Intermarium-Agenten, wieder Führer der ukrainischen Nationalisten, Stephan Bandera oder der Führer der Galizischen SS, General Shandruck, auch. Und die meisten, die über die Ratlines in Sicherheit gebracht wurden, waren auch keine Deutschen.
Die meisten Nazi-Massenmörder waren nicht unbedingt Deutsche. Am Ende des Zweiten Weltkrieges gab es Zehntausende aus Zentral- und Osteuropa, die genauso schuldig waren wie ihre deutschen Schutzherren. Sie waren die Führer von Nazi-Marionetten-Regimes Verwaltungsbeamte, Polizeichefs und Mitglieder lokaler Polizeieinheiten, die desgleichen am Holocaust beteiligt waren. Viele von ihnen waren auf der Schwarzen Liste der Alliierten, entweder weil sie persönlich an Kriegsverbrechen beteiligt waren, oder weil sie Mitglieder von Einheiten waren, die das blutige Werk der Nazis vollbrachten. Einer von diesen war zweifellos Pavelic. Seine Ustascha stand bekanntlich im Bezug auf die von ihnen an Serben, Muselmanen und Zigeuner verübten Gräueltaten den Deutschen wahrhaftig in nichts nach, ja sie trieben es vielfach in einem geradezu psychopathischen Sadismus so weit, daß es selbst manchem deutschen Besatzer zuviel wurde.
Bei diesen Gräueltaten war freilich auch ein Teil des katholischen Klerus Kroatiens zur Stelle -galt es doch, die Unterwanderung durch gottlose Bolschewiken abzukehren und die heidnischen Serben dem rechten Glauben zuzuführen: So wurden allein in der Kirche von Galina 1200 Serben ermordet, die man dorthin gebracht hatte, um sie zum Katholizismus zu bekehren.
Mehrere Bischöfe saßen in der Tat im Ustascha-Parlament, Kleriker fungierten als Polizeichefs und als Offiziere in Pavelic' Leibwache, wie beispielsweise der Jesuit Dragutin Kamber, der in dem Netzwerk der Nazi-Rettung neben Pater Dominik Mandic und einem Priester namens Petranovic dann eine der Hauptrollen spielte. Er war Polizeichef von Doboj (Bosnien) und höchstpersönlich für den Mord an Hunderten orthodoxer Serben verantwortlich.
Organisatorisches Zentrum der vatikanischen Ratlines in Rom war das Institut der Bruderschaft von San Girolamo in Rom, deren Sekretär Draganovic war. Dort und in Castell Gandolfo, wo sich auch der Sommersitz des Papstes befindet, hatte sich bald die gesamte Ustascha-Führung praktisch vor den Nasen der offiziellen Behörden und der Alliierten auf extraterritorialem Vatikan-Gebiet zusammen gefunden.
Bereits 1944 hatte Pavelic begonnen, mit Hilfe katholischer Priester Gold und Devisen in die Schweiz zu transferieren. Ein Teil des von der Ustascha zusammengeplünderten Schatzes wurde von dem britischen Leutnant Colonel Johnson zur Finanzierung der Krizari nach Italien gebracht. Ein anderer Teil ging über Dragonovic nach Rom und wurde ebenfalls zur Finanzierung des Terroristen-Netzwerkes verwendet.

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Dann erhielt die Welt schon wieder eine Probe für den nächsten Akt des Welttheaters. Unmittelbar nach Kriegsende hatten Ustascha-Emissäre die päpstliche Mission in Salzburg in der amerikanischen Besatzungszone kontaktiert und angefragt, ob der Papst bereit sei, entweder die Schaffung eines unabhängigen kroatischen Staates zu unterstützen, oder eine Donau-Adria-Union, innerhalb derer sich Kroatien eine Entwicklungsmöglichkeit böte.
Die österreichische Intermarium-Verbindung war mit großer Sicherheit der spätere UN-Generalsekretär und österreichische Bundespräsident Kurt Waldheim. Wobei es schon fast nicht mehr verwundert, daß es Allen Dulles' Schwiegersohn, der damals für den amerikanischen OSS tätige spätere Verleger Fritz Molden war, der der österreichischen Regierung einen vor allem hinsichtlich seiner Kriegsvergangenheit getürkten Lebenslauf Waldheims untergejubelt hatte.
Der Handel war für alle Seiten zufriedenstellend: Über die von Dulles und seine Freunde kontrollierte Special Projects Division des State Departments begannen die ersten von vielen Millionen Dollar an die italienischen Christdemokraten wie überhaupt nach Italien zu fließen, vordergründig, um die Möglichkeit eines kommunistischen Erfolges bei den Wahlen im Jahr 1948 im Keim zu ersticken, die den Vatikan naturgemäß um Privilegien und politischen Einfluß neben allen möglichen anderen Folgen für das Seelenheil der Italiener fürchten ließ.
Indirekt dank des Schlächters von Lyon, K]aus Barbie, konnte sich Dulles die für Massen-Evakuierungs-Operationen dieser Art ungemein wichtige Quelle sichern, nämlich die vatikanische Haupt-Quelle für die Rot-Kreuz-Pässe, die den damit ausgestatteten "Freedomfighters" endlich die notwendige Bewegungsfreiheit verschafften. 1949 wurde der erste Nazi-Freedomfighter von dem OPC-Mann Carmel Offie in den USA empfangen. Sein Job war es, für diesen und weitere "antikommunistische Emigranten" unter anderem Jobs bei Radio Liberty und The Voice of America zu beschaffen.
Zirka 10.000 solcher Freiheitskämpfer aus dem Dritten Reich sollten ihm bald nachfolgen. In der Tat: Andere "Katholische Armeen" standen nun bereit um gegen die kommunistischen Regierungen in Zentral- und Osteuropa zu kämpfen. "In der Tschechoslowakei, Polen, in den Baltischen Staaten und in der Ukraine operierten geheime Nazi-Gruppen in enger Verbindung mit den Krizari. Eines dieser Netzwerke war der Antikommunistische Block der Nationen, den der britische Doppelagent Kim Philby bereits 1946 reorganisiert hatte und in dem nun alle vereint waren: Intermarium, das britische Prometheus-Netz mit den ukrainischen Nationalisten Stepan Banderas einschließlich der Belorussischen SS-Division Belarus und der Galizischen SS unter General Pavel Shandruck, die durch die persönliche lntervention des Papstes für den neuen Kreuzzug gerettet worden war. Als "Freiheitskämpfer" bereit stand nun auch Prinz Turkuls von Allen Dulles' über das American Committee for the Liberation of the Peoples of Russia (Radio Liberty) mit Millionen von Dollar finanzierte Netz von Agenten, die wie Philbys Leute allen Herren dienten.
Die kommunistischen Regierungen waren stets vorbereitet. Und die solcherart provozierten Aktionen gaben Stalin und Genossen vor allem die Möglichkeit, mit echten Oppositionellen aufzuräumen und tatsächlichen Widerstand im Keim zu ersticken.
Intermarium war ein Akt des Krieges, und die menschlichen Verluste, die durch den Vatikan während des Kalten Krieges verursacht wurden, waren weit größer als die der Canaris-Gruppen im Zweiten Weltkrieg. Durch die Wiederholung des Irrtums mit dem Schwarzen Orchester halfen sie ungewollt den Kommunisten, die Kontrolle zu behalten.
Die Ereignisse von damals ziehen noch viel weitere Kreise auf verschiedenen Ebenen des aktuellen Zeitgeschehens. Einige Beispiele mögen dies im Einzelfall verdeutlichen, und vor allem einen Eindruck davon geben, wie die Dinge zusammen hängen:
Als Dulles nach dem Weltkrieg sein Netzwerk aus faschistischen "Freedomfighters" etablierte, war er auch besonders damit beschäftigt, aufstrebenden jungen Amerikanern unter die Arme zu greifen und in seinem Sinne zu fördern. Eine seiner ersten Entdeckungen war ein Mann namens Ronald Reagan. Während der fünfziger Jahre war Reagan folgerichtig der öffentliche Sprecher der Dullesschen Tarnorganisation Crusade for Freedom.
Ohne Zweifel die wichtigste Anwerbung Dulles' war ein junger Navy-Offizier namens Richard Nixon, der aus dem Nachkriegsdunkel gefischt wurde, um sich mit Unterstützung rechtsgerichteter Kreise um einen Sitz im Kongreß zu bemühen. Nixons antikommunistische Bekenntnisse waren 1951 so fest etabliert, daß er den Auftrag bekam, Senator Joe McCarthy zu steuern - ihn nämlich daran zu hindern, kommunistische Agenten innerhalb von Dulles' Geheimdienstladen zu vermuten.
Als dann Nixon im Jahr 1953 Eisenhowers Vize wurde, waren die Freunde alle beisammen: Allen Dulles wurde bekanntlich CIA-Chef, John Foster Dulles wurde Außenminister. Nimmt es da noch wunder, daß Nixon wärmstens das "Freedomfighter"- Konzept seines Förderers unterstützte und vor allem auch dank der durch McCarthys Hetze hervorgerufenen allgemeinen antikommunistischen Stimmung nun auch keine Hemmungen zu haben brauchte, prominente faschistische Flüchtlinge als potentielle Befreier der hinter dem Eisernen Vorhang gefangenen Nationen im Weißen Haus zu empfangen?
Denn wer gegen die Kommunisten war, der mußte einfach ein guter Mensch sein, auch wenn er als Nazi einmal Leute umgebracht hatte, die vermutlich sowieso irgendeine Art von Kommunisten waren.


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In der Tat: CIA, Nazis, Vatikan, lateinamerikanische Diktaturen, Todesschwadrone, Terrorismus, Rauschgift- und Waffenhandel, Börsenspekulationen, Eurodollars, Ostkredite und Mafia, Subversion und verdeckte Aktionen - das sind sozusagen die Markierungspunkte genau jenes Betätigungsfeldes von Gelli und seinen Logenbrüdern innerhalb und außerhalb Italiens, in dessen Rahmen sich später auch die "vatikanisch inspirierte Wirtschaftskriminalität" über die ganze Welt ausbreiten sollte, die wiederum auch nur Teil eines größeren Systems ist.


Das hier klingt auch spannend:

Carroll Quigley: Katastrophe und Hoffnung
Deutsche Übersetzung von Tragedy and Hope

Von Gerhard Wisnewski

Thomas Meyer ist ein Schweizer Verleger und langjähriger Freund von mir, der sich jetzt zu einer verlegerischen Großtat durchgerungen hat - nämlich zur Übersetzung des legendären Klassikers "Tragedy and Hope" von Carroll Quigley. Das Geschichtswerk Tragedy and Hope, das sich stark mit der Gründung und Entstehung verborgener US-Oligarchien befaßt, ist ein zeitgeschichtliches Dokument und gilt schon seit Jahrzehnten als DAS Buch über die amerikanischen Insider. Kein Wunder, denn Carroll Quigley war Professor an der Jesuitenuniversität Georgetown, aus der ein Großteil der amerikanischen diplomatischen und politischen Elite stammt, darunter Bill Clinton, der zu den Schülern Quigleys zählte. Jesuiten waren auch an der Gründung des berüchtigten Council on Foreign Relations und der Bilderberger beteiligt, so daß Jesuiten oder "die" Jesuiten überhaupt als maßgebliche Player bei der Errichtung der "Neuen Weltordnung" erscheinen....
http://www.gerhard-wisnewski.de/Allgemein/TV-Tipps/Tragedy-and-Hope-auf-Deutsch-Gespraech-mit-dem-Verleger.html
Hier steht noch etwas mehr dazu:
http://hahn.blogkade.de/archives/1230-Dr.-Carroll-Quigley-Katastrophe-und-Hoffnung.html
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Suche nach Jesuiten aus der Seite payer.de:
http://www.google.de/search?q=+Jesuiten&h1=de&sitesearch=payer.de
Zitat aus: http://www.payer.de/religionskritik/karikaturen21.htm

...Er führet Jesu Namen im Schild,
Nehmt euch in Acht!
Und ist des Teufels Ebenbild.

|:Wacht, Deutsche, wacht,
Wie der Hahn in der Nacht!
Potz Donnerwetter, Deutsche, Deutsche,
wacht, wacht, wacht!
Ihr lieben Deutschen, wacht!: |

Seid auf der Hut vor diesem Feind,
Nehmt euch in Acht!
Er ist euch näher, als ihrs meint......

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874): Der finstere Geist




06.03.2008
Am 28.11. fand in der hannoverschen Marktkirche zum 7. mal ein Konzert der 1. Panzerdivison der Bundeswehr statt. Zum ersten Mal wurde dieser Schulterschluss von Kirche und Militär gestört. Schon vor der Marktkirche verteilten AntimilitaristInnen Flugblätter, kurz vor Beginn des Konzertes wurde vor dem Altar ein Transparent mit der Aufschrift „Aufrüstung mit Gottes Segen - Hand in Hand zum Kriegseinsatz“ entrollt.
Nach wenigen Minuten ließ Stadtsuperintendent Puschmann die Störenden durch einen massiven Polizeieinsatz aus der Kirche drängen.......

........Deshalb war für uns ein öffentlicher Rahmen die Vorraussetzung für ein inhaltliches Gespräch. Dieses fand am 4. März 2008 unter dem Titel „Bundeswehr in der Kirche – Ein Konzert und seine Folgen“ im Pavillon statt.

Die Podiumsdiskussion an diesem Dienstag, im Pavillon war mit ca. 200 ZuschauerInnen sehr gut besucht........

........Die Zusammenarbeit der Kirche mit dem Militär verschafft der kriegsführenden Bundeswehr vermeintlich Legitimität. So soll deren Akzeptanz in der Bevölkerung erhöht werden – denn ohne diese ist kein Krieg führbar. Im zweiten Diskussionsblock ging es um die Aktion an sich........
http://de.indymedia.org/2008/03/209730.shtml



Nun bin ich der Auffassung, der Mensch hat keinerlei Wirklichkeit, solange er sich abgetrennt von von allem anderen sieht oder empfindet. Leider bin ich oft nicht recht verstanden worden mit „Ego ist eine Illusion“ und daraus resultierend: Freiheit ebenso. und daher versuche ich es nun einmal von der anderen Seite, und langweile Euch einfach mit einer kurzen philosophischen Abhandlung zum Freiheitsbegriff im Wildwestkapitalismus. :-)


Wie wir ja vermutlich alle wissen, „sei Freiheit "nicht das Geschenk Amerikas, sondern des allmächtigen Gottes für alle Menschen dieser Welt."

Hier noch etwas mehr vom Freiheitsbegriff:

Freiheit, die sie meinen
Pistolen und Gewehre als fester Bestandteil der Kultur: Warum wir das Verhältnis der Amerikaner zu Feuerwaffen nicht verstehen - das aber gerade in einem Wahljahr tun sollten.

Der Herr von der National Rifle Association war nicht nur außerordentlich freundlich, er war auch sehr hilfreich. Auf die Frage, ob man denn im Rahmen einer Recherche nicht die Funktionsweise einer halbautomatischen Pistole erklärt bekommen und so ein Ding auch einmal ausprobieren könne, antwortete er, das ginge ja nur, wenn man Mitglied im Verein sei. Aber hier könne man sofort den Antrag für eine halbjährige Mitgliedschaft stellen.
Zehn Dollar Beitrag müsse man bezahlen, zuzüglich der Leihgebühr für eine Handfeuerwaffe. Neben das Formular legte er eine Beretta Modell 92FS mit Rahmen und Ladeschlitten aus rostfreiem Stahl, dazu eine Schachtel mit Parabellum-Munition vom Kaliber neun Millimeter. Zu den Schießständen gehe es da hinten lang...
http://www.sueddeutsche.de/,tt7m1/panorama/artikel/650/153259/

Das erinnert doch irgendwie an einen anderen großen Vordenker in Sachen Freiheit, oder?

Mach ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.
Don Corleone

Zu Freiheit gab es schon verschiedene Aspekte. Wenige sind sich bewußt, daß wir einen politischen Mord oder Justizmord anbeten lassen, sogar mit der Pflicht, daß das Kreuz im Klassenzimmer hängt. Dabei gäbe es so schöne Herz-Jesu-Bilder.

Und genau auf diesen Mord bezieht man sich nun verschiedentlich, um uns unsere Freiheit zu definieren. Wir sind frei, weil Jesus für unsere Sünden gestorben ist. Jemand hat das einmal, wie ich finde, ganz gut karrikiert:

FÜR MEINE SÜNDEN
soll Jesus gestorben sein? Einen Sünder
begnadigen, das darf ein hoher Herr. Aber
wer mir verspricht, mich zu begnadigen,
weil er einen anderen, an meinen Sünden
völlig unschuldigen, bereits dafür bestraft hat, der stinkt
doch nach SCHWEFEL!
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Angenommen, da kommt irgend so ein Moralapostel, und meint, dies und das wäre verachtenswert.
Nehmen wir beispielsweise die Alkoholprohibition in Amerika.

Was passiert?
Es gibt sofort einen Schwarzmakt, eine Mafia.
Mafia und Kirche die rechte und die linke Hand des Teufels?

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In zwei, drei Jahrhunderten wird anerkannt werden, daß die fähigsten Kopfjäger alle Christen sind.
(Mark Twain, Schriftsteller 1835-1910)

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