Die Presse zur Papstwahl

 
         
 
Links: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19931/19931_2.jpg
Rechts: http://www.rhetorik.ch/Aktuell/05/04_24/rottweiler.jpg

 
Englische Presse:
 
Mit wütender Bissigkeit und unverhohlenem Hohn kommentiert die englische Presse die Wahl eines Deutschen zum Papst. Die Schlagworte der Stunde sind "Hitler" und "Panzerkardinal" - oder schlicht "Rottweiler". Kurz: Die englischen Blätter berichten nicht, sie schäumen vor Wut.
 
DPA
Britisches Boulevardblatt "Sun": Zwei Fliegen mit einer Klappe London - Kaum eine britische Zeitung verzichtet an diesem Morgen auf das Foto, das Joseph Ratzinger, den neuen Papst, als Hitlerjungen zeigt. Wer nur flüchtige Blicke auf die Londoner Kioske wirft, könnte meinen, eine Art Mobilmachung stehe kurz bevor. Tatsächlich geht es hier nicht um Frömmigkeit, sondern um Macht. Und besonders um einen Deutschen.
 
AP
Britische Tageszeitungen: "Hitler", "Rottweiler", "Panzerkardinal"Das Boulevardblatt "Sun" kommt mit der Zeile "Vom Hitler-Jungen zum Papa Ratzi" umstandsloser zur Sache. Über die Papst-Meldung haben die Blattmacher ein Foto des jungen liebestollen Prinzen "Hakenkreuz" Harry gestellt, der seiner Freundin für den Hüttenurlaub jede Menge Liebe verspricht, und illustrieren so genau das, was Ratzinger in seiner Predigt zum "Relativismus der Moderne" ausgeführt hat.
Der "Daily Mirror" findet Geschmack an der optischen Vermischung von "Panzerkardinal" und "Hitlerjunge" und "Nazisympathisanten" auf einer Doppelseite. Er berichtet aus einem Weimar-Inferno-Deutschland, dass die "TV-Anstalten ihre Nachrichtensendungen freigeräumt hätten von Aufständen über Arbeitslosigkeit und Verbrechen", um über diese Wahl zu berichten.
 
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Zwei Zitate von Winston Churchill:
 
"Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt"
Mitteilung von Churchill an einen Beauftragten des deutschen "Widerstandes" während des Krieges
(vgl. Kleist, Peter "Auch du warst dabei", Heidelberg, 1952, S. 370 und Emrys Hughes, Winston Churchill - His Career in War and Peace, S. 145)
 
Wir sind noch nicht am Anfang, wir sind auch noch nicht am Ende, aber wir sind am Anfang vom Ende.
(Winston Churchill, brit. Staatsmann, 1874 - 1965)
 

 
Bildquelle: img src="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19931/19931_1.jpg

 
Bild-Zeitung
(ach übrigens war es am 20. April (Hitlers Geburtstag) als der B 16 Bomber seine erste Papst-Messe feierte.)

 


 
Radio Vatikan meldete am 23.11.2004
Italien: Ratzinger warnt vor Pazifismus
Kardinal Joseph Ratzinger warnt vor Pazifismus, der keine anderen Werte als sich selbst anerkennt. In der römischen Tageszeitung "La Repubblica" beklagte er heute einen antichristlichen Werteverfall in Europa und empfahl dagegen das amerikanische Gesellschaftsmodell. "Pazifismus, der keine Werte mehr kennt, die verteidigungswürdig sind, ist als unchristlich abzulehnen", schreibt der Präfekt der römischen Glaubenskongregation in einem öffentlichen Briefwechsel mit Italiens Senatspräsidenten Marcello Pera. Diese Art von Friedensförderern ist nach Auffassung des deutschen Kardinals gefährlich, da sie "jeder Sache den gleichen Wert zuerkennt". Ein so begründeter Pazifismus bedeute Anarchie, und diese bestreite das Recht auf Freiheit, denn - so Ratzinger - "wo alle Recht haben, hat keiner mehr Recht". Gegen diese Art von Pazifismus stellt der oberste Glaubenshüter des Vatikans die Vereinigten Staaten. Die dortige Gesellschaft sei von Glaubensgemeinschaften aufgebaut worden, die vor dem europäischen Staatskirchensystem geflohen seien. Auch in den USA sieht Ratzinger eine Trennung zwischen Staat und Kirche. Der Staat sei aber "nichts anderes als Freiraum für verschiedene religiöse Gemeinschaften." (repubblica)
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?Id=21802

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